Der letzte Schritt

Der Übergang in die Neue Energie, in dein neues Leben, dieser Transformationsprozess vom normalen Menschen zum neuen, bewussten und göttlichen Menschen, die Transformation von der Raupe zum Schmetterling war für dich zermürbend ohne Ende. Und er ist es noch immer.

Du hast unzählige Kämpfe geführt und unzählige Schlachten geschlagen. Du hast unzählige Anteile von dir integriert, Anteile, die du irgendwann einmal erschaffen hast, weil das damals richtig für dich war. Dabei hast du ungeahnte Ängste erfahren, von denen du nicht wusstest, woher sie kamen. Du bist unzählige Schritte gegangen, mitunter sogar sehr große Schritte. Du hast dich auf waghalsige Abenteuer eingelassen, hast gelernt und gelernt und bist immer weiter gegangen. Noch ein Schritt, weiter, noch zehn Schritte, weiter, noch hundert Schritte, weiter. Lange Zeit kanntest du nichts anderes, als weiter und immer weiter zu gehen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Und nun ist es an der Zeit, den letzten Schritt zu gehen. Den allerletzten.

Der letzte Schritt ist kein Schritt. Der letzte Schritt ist es, keinen weiteren Schritt mehr zu gehen. Der letzte Schritt ist stehenzubleiben.

Kein weiterer Schritt mehr, kein weiteres Lernen mehr, kein Kampf mehr, keine Schlacht mehr, kein Ziel und kein Streben mehr. Der letzte Schritt ist kein Schritt. Aus, Ende, stehenbleiben.

Das fällt dir schwer, nicht wahr? Wie lange warst du es gewöhnt, dich immer weiter durch den dunklen Tunnel zu graben? Wie lange hast du geglaubt, noch mehr lernen zu müssen? Wie lange warst du es gewöhnt, noch eine Schlacht zu schlagen, und noch eine, und noch eine? Wie lange warst du es gewöhnt, weiter zu gehen? Du kennst praktisch nichts anderes mehr.

Du bist müde, nicht wahr? Sehr müde. Es ist Zeit für den letzten Schritt.

Diese vielen Schritte waren durchaus wichtig für den Menschen. Obwohl sie von außen betrachtet nicht nötig gewesen wären. Entspannen und das Leben genießen wäre die einfachere Variante gewesen. Aber der Mensch ist eben ein Mensch, er hat diese Vorstellung, sich alles erarbeiten zu müssen. Also arbeitet er und macht viele Schritte. Sehr verständlich und dem Menschen entsprechend. Ich habe auch viel gearbeitet und bin auch viele Schritte gegangen. Früher.

Doch mittlerweile hast du sehr viel gelernt im Erwachensprozess, und sehr viel geleistet. Dein Bewusstsein ist gewachsen. Du bist reif für den letzten Schritt. Du bist nicht nur reif dazu, dieser letzte Schritt ist auch notwendig. Wenn du jetzt nicht stehenbleibst und weiterhin arbeitest und noch mehr arbeitest, wird dein Leben immer schwieriger. Ich meine damit richtig schwierig. Richtig, richtig schwierig.

Der letzte Schritt, also das Stehenbleiben, ist der geistige Übergang vom Arbeiten und sich Anstrengen zum Erlauben. Du erlaubst, dass alles Weitere, was noch nötig ist, einfach geschieht. Das tut es nämlich, du brauchst nichts mehr dazu tun. Es geschieht aber nicht, wenn du weiterhin arbeitest. Du erlaubst, dass sich bremsende Beziehungen lösen. Du erlaubst, dass sich weitere Anteile integrieren. Du erlaubst, dass dein göttlicher Aspekt die Dinge für dich erledigt. Du erlaubst dir alle Erkenntnisse, die notwendig sind, um weiter zu wachsen. Du erlaubst, dass sich dein weiterer Weg vor dir ausbreitet. Du erlaubst, dass sich alte Vorstellungen lösen. All das passiert, wenn du den letzten Schritt gehst. Und schließlich erlaubst du dir, durchzuatmen, dich zu entspannen und zu erholen von den Anstrengungen der letzten Jahre.

Irgendwann in dem zermürbenden Erwachensprozess ist es wichtig und notwendig, den letzten Schritt zu gehen. Meistens geschieht das erst gegen Ende der Transformation.

Gleichzeitig ist dieser letzte Schritt die Vorbereitung auf dein göttliches Leben in der Neuen Energie. Denn dort gibt es keine Anstrengung und kein Erarbeiten. Dort gibt es nur Wählen und Erlauben. Du kannst nicht mit Anstrengung ins Land ohne Anstrengung gelangen. Das leuchtet dir vermutlich ein.

Also, du lieber erwachender Mensch, sei mutig und geh den letzten Schritt. Denn es bedarf mehr Mut zum Stehenbleiben und Loslassen als zum Weiterarbeiten.

Kommentare

Danke, lieber Reiner für diesen Artikel. Ja, der letzte Schritt. Endlich stehen bleiben. Mir laufen die Tränen. Noch 13 Arbeitstage... Keine Pläne, kein Suchen. Ich bin so froh, diesen Schritt gewagt zu haben um endlich im NICHTS anzukommen. Ich danke mir und dir.
Ich wollte dir schreiben, doch es gab nichts zu schreiben. Bin außerhalb der Arbeit mit Nichtstun beschäftigt :)) .
Herzliche Grüße
Petra

Liebe Petra,

ich freue mich, das zu lesen. Besonders das mit dem Nichtstun. yes

Liebe Grüße an die Nordsee!

Reiner

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Vor langer Zeit, in einem uralten Leben, als ich selbst noch tief geschlafen habe, war ich meistens ein durchaus aufgeweckter Mensch. In den Phasen, in denen ich nicht nachgedacht habe, plapperte ich einfach heraus, was in mir war, was mir so einfiel. Manchmal sorgte das für positive Überraschung oder herzliches Lachen bei meinen Mitmenschen. Aber oft führte es zu harschen Reaktionen, ich kriegte eins auf die Finger, ich wurde zurückgepfiffen und in die Schranken gewiesen. Nun, das kennen wohl die meisten Menschen aus ihrem eigenen Leben.