Zusammenfassung

Erst nach der Erleuchtung beginnt ein Mensch, spirituell erwachsen zu werden. Und das nicht unbedingt kurz nach der Erleuchtung, Er mag in einzelnen Punkten schon davor eine Reife entwickelt haben, die sehr nach Erwachsensein aussieht. Aber zur wirklichen Entfaltung kommt diese Reife erst später.

Die Erleuchtung, sie bringt nicht nur die Erkenntnis, wer ein Mensch wirklich ist, nämlich etwas anderes, als er vorher geglaubt hat, sondern bringt auch im Moment einen Durchblick und Weitblick, die dem Menschen davor nicht bekannt waren. Er sieht nicht nur, wer er selbst wirklich ist, sondern wie die Welt wirklich ist, und was die Menschen wirklich tun. Das verändert sehr viele Perspektiven, und das ziemlich auf einmal.

Dennoch ist der frisch geschlüpfte Schmetterling noch sehr kindlich. Was mich zB anfangs noch bestätigt hat. Immerhin hat Jeschua gesagt, „Werdet wie die Kinder“, und noch mehr ähnliche Dinge. Also bin ich im Lauf der Zeit zum Teil widerwillig erwachsen geworden. Bis ich draufgekommen bin, dass dies eine natürliche Entwicklung ist, die stattfinden muss. Die Naivität des Kindes weicht langsam der aufgeklärten Sicht des Erwachsenen.

Wenn man in verkörperter Erleuchtung unter und mit anderen Menschen lebt, wird bald einmal klar, dass man mit naiven Ansichten über den erleuchteten Zustand schmerzliche Erfahrungen macht. Das gilt für alle Menschen, die in dieser Zeit erleuchtet sind oder bald werden.

Also lernt der Mensch die Dinge, die ihn vom Kind zum Erwachsenen machen. Wie jedes Menschenkind einmal körperlich erwachsen wird, manche auch geistig, und wenige spirituell, wird der erleuchtete Mensch erwachsen.

Er lernt, die volle Verantwortung für sein Leben und seine Entscheidungen zu übernehmen, und zwar zu 100%. Solange er dazu neigt, in einzelnen Fällen die Verantwortung auf andere oder anderes abzuwälzen, kommt er wieder an diesen Punkt. Das wird von Mal zu Mal ungemütlicher.

Er lernt, sich jegliche Hoffnung abzugewöhnen und absolut alles loszulassen. Weil er langsam sieht und erkennt, dass nicht der Mensch und die Seele sich gleichzeitig um sein Leben kümmern können und dass die Seele das um Längen besser macht. Auch dieses Lernen kann über Strecken schmerzhaft sein.

Er beginnt, immer klarer zu sehen, welches alte Zeug noch immer in seinem Leben ist und dass es höchst dringend weg muss. Schließlich sieht und akzeptiert er die alte Welt, wie sie ist und schließt Frieden mit ihr in dem Wissen, das es kein Zusammenkommen beider Welten gibt.

All das zusammen ist ziemlich viel und ziemlich fundamental. Doch wie das menschliche Kleinkind lernt auch der Erleuchtete, mit den Unwägbarkeiten der Erwachsenwerdens umzugehen und sein Leben zu genießen.

Glossar