Heute schreibe ich über eine Grundwahrheit, die leider den allermeisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist. Jeder Mensch tut alles, was er tut, für sich selbst. Definitiv jeder, ohne Ausnahme. Definitiv alles, ohne Ausnahme. Bei Manchen oder sogar Vielen mag es am ersten Blick so aussehen, als ob sie vieles für andere machen würden, aber der Schein trügt.
Die aufopferungsvolle Mutter opfert sich nicht für ihre Kinder auf, sondern für sich selbst. Sie glaubt, dass sie das tun muss, um ihrem Bild einer guten Mutter zu entsprechen. Also sie will ein Bild von sich selbst erzeugen oder aufrecht erhalten, das ihr selbst gefällt. Sie tut es also für sich. Ihre Kinder brauchen keine Aufopferung, sie brauchen Liebe und Fürsorge und Anleitung. Punkt. Dasselbe gilt natürlich auch für Väter, aber bei Müttern kommt das doch sehr viel häufiger vor als bei Vätern..
Politiker tun nichts für ihre Wähler, sie tun alles nur für sich selbst. Das war zwar schon immer so, aber es war noch nie so deutlich sichtbar wie in den letzten paar Jahren. Im Grunde seit Corona, diesem wundervollen Wendepunkt in der Geschichte. Ab dem Jahr 2020 wurde so unglaublich Vieles sichtbar, dass selbst ich als Sehender nur so gestaunt habe.
Ich bleibe kurz bei den Politikern, sie sind ein so schönes Beispiel für Vieles. Da könnte man glauben, sie tun alles nur für ihre Partei, denn sie verdanken ihre Position nur ihrer Partei. Aber nein, sie tun alles für sich selbst. Sie tun es nur insofern für die Partei, als sie ihre Partei als Steigbügel für sich selbst benutzen.
Paarbeziehungen sind ein weites Feld. Und da wimmelt es nur so von Glaubenssätzen, die alle lauten: „Ich mache das alles nur für meinen Partner.“ Das ist natürlich Unsinn, sie machen alles nur für sich selbst. In der Annahme und in der Hoffnung, dafür im Gegenzug mehr Liebe, Anerkennung und Ähnliches von ihrem Partner zu bekommen.
Dann gibt und gab es so prominente Beispiele wie Mutter Teresa, von der so viele Menschen glaubten, sie hätte so Vieles für viele andere Menschen getan. Papperlapapp, sie hat natürlich alles für sich selbst getan. Sie lebte in dem Glauben, sehr viel Karma abtragen zu müssen und geißelte sich selbst. Wenn man einen so fatalen Glauben hat, ist natürlich die Arbeit nie genug, man muss immer mehr und noch mehr leiden. Und wer könnte das besser befeuern als die katholische Kirche..
Meine Mutter war zwar nicht Mutter Teresa, aber auch sie war sehr katholisch, hat gelitten und sich aufgeopfert. Sie war das klassische Opfer und hat in ihrer Opferrolle Energie gestohlen und ihre Familie emotional erpresst. Opfer sind generell große Energiediebe, womit auch schon ihr Nutzen des Opferspiels ersichtlich ist. (Ich kann das über meine Mutter sagen, sie lebt schon seit fast 25 Jahren nicht mehr. Und ich hatte so manche Auseinandersetzung mir ihr deswegen, als sie noch lebte.)
Ich hatte ein Schlüsselerlebnis in den Jahren, als ich obdachlos war. Das war in den Jahren 2013 bis 2016. Ich wusste zwar auch davor, dass jeder alles für sich selbst macht und hatte immer die Verantwortung für meine Entscheidungen übernommen, aber das war noch keine gesicherte Erkenntnis. Ich saß da also in so einer Einrichtung, in der ich Essen und Kleidung usw. erhielt, aber ich habe mich von der allgemeinen Einstellung mitreißen lassen, dass all die Betreuer und Sozialarbeiter das alles für uns, die Obdachlosen, machten. Und dabei wurde ich, wie alle anderen, unzufrieden. Ich sah ja, dass vieles so und so besser ginge, es kam mir manchmal so vor, als ob diese Menschen manchmal absichtlich und vorsätzlich gegen unsere Interessen handelten.
Und eines Tages fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich hatte die Erkenntnis, die mir bis dahin fehlte: „Natürlich! Diese Leute machen alles, was sie tun, für sich selbst, nicht für uns!“ Ab da hatte ich keine Probleme mehr mit irgendwelchen Mitarbeitern und Umständen, ich hatte verstanden.
Natürlich gilt auch für mich, was für alle gilt. Ich mache alles, was ich mache, ausschließlich für mich selbst. Der Unterschied zwischen mir und fast allen anderen ist nur, dass mir das vollumfänglich bewusst ist, fast allen anderen nicht. Dadurch ist mein Leben sehr viel einfacher und leichter als das fast aller anderen.
Manche Klienten erleben es hautnah, dass ich mich sehr einsetze für sie und viel Aufwand investiere. Manchmal steht mein Aufwand in keiner Relation zu dem Preis, den ich erhalte. Und ich sehe, was in mir abläuft. Es bereitet mir eine Riesenfreude, das zu tun. Und es gefällt mir ungemein, dass ich es so gut kann. Und damit es mir richtig Freude macht, befreie ich mich von allem, was mir keine Freude macht.
Ich nehme nicht jeden, der anfragt. Von Manchen trenne ich mich nach einer längeren Zeit der Zusammenarbeit wieder. Immer öfter antworte ich nicht oder nur kurz, denn ich habe keine Lust, ein und dasselbe zehn Mal hintereinander zu erklären. Manche Menschen lasse ich links liegen, wenn sie nur nachgeplapperten Blödsinn von sich geben. Es geht schließlich um meine Freude und Begeisterung, deshalb mache ich ja das alles. Ich mache es nicht für die anderen, ich will nicht die Welt retten. Ich mache es für mich, für mein Wohlbefinden.
Und wie das so ist, wenn man bewusst in der Neuen Energie lebt, gibt es nichts, was ich tue, das nicht auch einigen oder etlichen anderen nutzt. Einfach nichts. Aber ich tue es nicht für den Nutzen irgendwelcher anderer, sondern nur zu meinem Nutzen. Deshalb kann ich authentisch sein, deshalb kann ich frei sein. Und genau das zu sehen und zu erleben, ist der Nutzen für mittlerweile viele andere.
Soweit zum Prinzip. Jeder Mensch tut alles, was er tut, für sich selbst. Nur sehr bewusste Menschen erkennen das auch. Aber warum tun sie es auf diese Art, dass sie so viele Nachteile für sich selbst in Kauf nehmen, um vermeintlich für andere etwas zu tun, was sowieso nie funktioniert? Diese Erkenntnis hatte ich erst vor ein paar Tagen, und natürlich hat sie bei mir selbst begonnen. Und dann habe ich gesehen, dass sie auf alle zutrifft. Die Antwort ist Schuld.
Die Menschen versuchen, durch ihren Einsatz für andere Schuld abzutragen. Im besten Fall, denn das gilt wieder nur für sehr bewusste Menschen. In den meisten Fällen aber geht es nicht darum, Schuld abzutragen, sondern einfach nur darum, nach der empfundenen Schuld, sei sie auch noch so subtil, zu handeln.
Das Abtragen einer Schuld hat ja irgendwann ein Ende, wie bei einem Kredit bei der Bank. Ich hatte vor Jahrzehnten sehr viel Schulden, gleich bei mehreren Banken und anderen Einrichtungen. Zehn Jahre lang habe ich geschuftet wie ein Berserker und verhandelt und verhandelt. Bis ich die Schulden abgearbeitet hatte. Danach war ich sehr viel befreiter als vorher, die Schulden hatten mich lange Zeit sehr belastet. Irgendwie hatte ich geahnt, dass die Schulden weg mussten, den ca. ein Jahr später begann mein bewusstes Erwachen. Da kann man keine Vorbelastung brauchen.
Die meisten Menschen aber tilgen ihr Leben lang eine Schuld, die sie gar nicht haben. Und dieses Arbeiten und Anstrengen hat kein Ende, es ist aussichtslos. Unter Umständen wird die empfundene Schuld sogar größer statt kleiner. Aber Schuld ist eine Illusion. Leider eine sehr alte und sehr hartnäckige, dennoch eine Illusion. Schuld kann nie getilgt werden. Außer durch die Einsicht, dass man keine Schuld hat und nie hatte, was immer man auch getan hat. Oh, ich war einer der Mörder von Jeshua, ich weiß, wie sich Schuld anfühlt. Aber sie ist eine Illusion. Jeshua brauchte seine Mörder für seine Erzählung der Auferstehung und des ewigen Lebens.
Und gut, vor einigen Tagen bin ich draufgekommen, dass ich Schuld abtrage, und deshalb mehr für andere getan habe, als mir lieb war und als gut für mich war. Zum Glück war es ein Abtragen und kein ewiges Hängen in der Schuldfalle. Dennoch bin ich aus allen Wolken gefallen. „Was?! Noch immer Schuld?! Schon wieder Schuld?!“ Letztlich überwog die Freude über die Erkenntnis, denn die war mir viel lieber als ein unbewusstes Abtragen von irgendeiner Illusion. Und in der Regel genügt das Bewusstwerden, mehr habe ich nicht zu tun.
Schuld. Das ist des Pudels Kern. Kein Mensch ist frei davon. Zumindest keiner, der nicht zum ersten Mal diese Erde bewohnt. Erwachende Menschen waren zig oder hunderte Male auf der Erde, ehe sie begannen zu erwachen. Die Schuld führt dazu, dass Menschen glauben, so vieles für andere tun zu müssen.
Zusammengefasst kann ich also Folgendes sagen: Jeder Mensch tut alles, was er tut, ausschließlich für sich selbst. Den allermeisten Menschen ist das in keinster Weise bewusst. Wenn und sobald dir das bewusst wird, beginnst du zu entdecken, warum du dieses und jenes für andere tust. Zunächst ohne auf die Tiefen der Schuld zu gehen. In den meisten Fällen willst du Liebe und Anerkennung oder vermeiden, dass du Liebe und Anerkennung verlierst.
Sobald du in diesem Bewusstsein lebst, dass du alles nur für dich tust, wird dein Leben unglaublich einfach. Du verlässt dich nicht mehr auf andere, weil die anderen ja auch alles nur für sich tun. Umgekehrt lässt du dich von anderen nicht drängen oder gar verpflichten. Es ist wirklich sehr einfach, in diesem Bewusstsein zu leben. Sämtliche Erwartungen und Dramen entfallen.
Und früher oder später lässt es sich nicht vermeiden, dass du die Schuld in dir entdeckst. Und sobald du die Illusion der Schuld erkennst, bist du frei. Nämlich wirklich frei.
Und falls dir dieser kurze Kurs zu schnell war, kannst du meine Dienste in Anspruch nehmen.
Die sind schnell, effizient und gründlich. Und ich mache sie gerne. ![]()
- Anmelden zum kommentieren