Das Keahak Projekt ...

Reiners Blog

Soeben habe ich den Newsletter vom CC gelesen, in dem das Keahak Projekt detailliert vorgestellt wird. Er ist am Abend gekommen. Bei jedem Abschnitt, den ich gelesen habe, habe ich mir gedacht: „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!“

Ich fühle mich zurück versetzt in sehr vieles, aus dem ich ausgestiegen bin. Alles ist sehr gut strukturiert und geregelt. In meinem alten Leben, in dem ich viele Jahre lang Projektleiter war, hätte ich gesagt: „Gut gemacht!“ Aber heute? … Es regt sich Unbehagen in mir, wenn ich das Wort must (= muss) lese. Ich muss nämlich gar nichts. cheeky Dann kommen die üblichen Projekt-Dinger:

Project Scope (Projektumfang)
Activities (Tätigkeiten)
Recommendations (Empfehlungen)
Requirements (Voraussetzungen)
Disclaimers (Haftungsausschlüsse)
usw.

Also es steht drin, dass man ein Jahr lang hart arbeiten muss, tägliche Aufzeichnungen führen muss, auf der dafür vorgesehenen Plattform, mindestens zweimal pro Monat an einem Meeting teilnehmen muss, wo man sich die Anweisungen abholt, darüber hinaus natürlich seine Erfahrungen mit den anderen 98 Teilnehmern besprechen muss, fließend englisch sprechen muss, was schon mal mindestens 50% aller Shaumbra ausschließt, einen leistungsfähigen Computer mit einer Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung haben muss etc. Ziemlich viel Muss. Dafür, dass man sich praktisch nur mit diesem Projekt befassen muss, muss man 3.000 $ zahlen.

Ich habe früher mit amerikanischer Arbeitsweise zu tun gehabt. Kein Volk der Welt kennt so viel Bürokratie und so viele Haftungsausschlüsse wie die Amerikaner. Das macht alles sehr schwerfällig und mühsam. So schlimm ist es natürlich im CC bei weitem nicht, aber ich reagiere immer noch sensibel bei manchen Stichwörtern. Man muss gleich fünf Dokumente unterschreiben, in denen drin steht, dass der CC für nichts haftet, dass man zur Kenntnis genommen hat, dass es keine garantierten Ergebnisse des Projekts gibt, und dass jedes Dokument und jeder Furz (sorry), der dabei erstellt wird und raus kommt, dem CC gehört und er alleine das Copyright darauf hat.

Ich meine, das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Angenommen, ich mache da mit. Dann bezahle ich 3.000 $ dafür, dass ich hart arbeite. Ich produziere in einem Jahr Tonnen an Material. Und wenn ich dann auf die Idee komme, dieses Material, das ich produziert habe, für das ich auch noch bezahlt habe, zu veröffentlichen, habe ich Pech gehabt. Denn das alles gehört nicht mir! Ich darf dann aus meinen eigenen Schriften bis zu 400 Zeichen irgendwo zitieren, das ist alles.

Wenn ich dann noch an den Shoud denke, in dem Adamus gesagt hat, dass die Projektteilnehmer mit einer Menge Frust zu rechnen haben, wird mir überhaupt übel. Frust hatte ich wirklich schon genug.

Es wird ein paar Mal erwähnt, dass es kein garantiertes Ergebnis aus diesem Projekt gibt. Gut, das ist eh klar, und sollte jedem Menschen, der gelernt hat, seine Eigenverantwortung zu übernehmen, auch ohne Erwähnung klar sein. Aber ein garantiertes Ergebnis gibt es schon. Nämlich das, dass am Ende wieder ein neuer CC-Kurs raus kommt. Den man dann für viel Geld kaufen bzw. besuchen kann. Es werden wieder neue Methoden und Techniken entwickelt. Da fallen mir nur Adamus’ Worte ein: Das ist Bullshit!

Also ich verstehe an der ganzen Sache ein paar Dinge. Ich verstehe, dass die Projektabwicklung mit einigem Aufwand verbunden ist. Der will bezahlt werden, zumal die Mitarbeiter des CC eher wenig Geld für ziemlich viel Arbeit bekommen. Ich verstehe, dass Adamus etwas Großes ins Leben rufen will, um Shaumbra und damit die ganze Menschheit ein fundamentales Stück nach vorne zu bringen. Denn seine sonst so häufigen Aussagen zu bestimmten Themen fruchten offenbar wenig.

Aber wie dieses Projekt aufgebaut ist? Wie ich’s auch drehe und wende, ich spüre darin keinen Funken Neue Energie, dafür aber viel alte. Irgendwo drinnen ist dann sicher Neue Energie, aber warum muss man so eine alte Verpackung wählen? Der Einstieg in das schöne Neue ist an Bedingungen geknüpft, man muss Verpflichtungen eingehen und seine Rechte abgeben. Das ist alt!

Naja, wie auch immer. Ich habe ja seit dem Shoud ein bisschen damit geliebäugelt, mich in irgendeiner Form an diesem Projekt zu beteiligen. Jetzt ist Schluss mit Liebäugeln. ;-) Jetzt ist mir klar, dass ich da in keiner Weise mitwirken will. Dafür bahnt sich da eine Idee für ein eigenes Projekt an. wink Also sage ich Danke für das ganze Keahak-Projekt-Ding. smiley

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Lehre-Tipp

Der Prozess ist nicht linear

Erwachende wähnen sich oft und gerne in der Vorstellung, dass sie eine lineare Entwicklung in Richtung Erleuchtung vor sich hätten. Und sie glauben auch gerne, dass sie etwas falsch gemacht oder nicht hingekriegt hätten, wenn in der Vergangenheit etwas nicht linear verlaufen ist. Die Vorstellung und die Erwartung der Linearität ist völlig falsch, und das Festhalten dieses Glaubens kann verdammt weh tun.

Der Prozess des Erwachens ist nicht linear.

Kapitel: 
Hinweise

Buchtipp

Überlebst du noch, oder lebst du schon?

Diese dreiteilige Buchreihe wendet sich an Menschen, die ein „ganz normales" Leben führen und sich immer wieder denken, dass das Leben doch eigentlich mehr zu bieten haben sollte. Sie werden auf eine Reise geführt, die vom Wahsinn des „normalen" Lebens zu einem wirklichen, erfüllten Leben führt. Es wird aufgezeigt, wie das Leben wirklich funktioniert und wie der Mensch selbst es jeden Tag und jeden Moment unbewusst selbst gestaltet

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Erlaube dir, zu fühlen

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Wie oft habe ich diesen Satz gelesen, gehört oder ihn mir in Erinnerung gerufen? Sehr oft. Und in der Regel hat er nicht viel für mich bedeutet. Warum?