Forum: Mitteilungsbedürfnis

Hallo Zusammen

Ich bin gerade neu dazu gestossen und hatte im Herbst 2024 meine Erleuchtung. Reiner begleitet mich schon eine Weile. Mein Mitteilungsbedürfnis ist gerade enorm hoch.

Meine alten Schuhe fangen mächtig an zu drücken. Verzweifelt suchte ich nach Lösungen um diese Schuhe gegen Neue ein zu tauschen. Seit ca. zwei Wochen bemerkte ich, seit gestern klar und deutlich, dass meine Seele das Ruder übernehmen möchte, ich soll gar nichts mehr aktiv versuchen zu unternehmen um aus dieser Pattsituation heraus zu kommen, nichts mehr bearbeiten, einfach alles gewähren lassen. Ich spüre die Dualität so krass und erkenne deine Worte Reiner…ich habe gelernt, die Dinge an die Hand zu nehmen, das erwarten ja auch alle von mir. Wirklich alle. Natürlich hat dieser besagte Freund (welchen ich fragte, ob ich in seiner Wohnung im Ausland Unterschlupf finden könnte um vollumfänglich an meinem Projekt zu arbeiten) auch „Nein“ gesagt, er hat nicht mal ein „Nein“ über die Lippen gebracht. Ich habe es von Anfang an entlarvt, warum sollte er zulassen, dass ich den Weg in die Freiheit wähle. Wirklich krass dies so fest zu stellen. Aber auch da wusste ich schon beim „Fragen“, dass etwas quer liegt. Meine Seele will wirklich übernehmen, Wahnsinn wie ich das wahrnehme.
Ich fühle mich stark und erkenne jetzt auch das ich es einfach nur zulassen muss. Einfach loslassen und komplett vertrauen. Mein Budget wird immer knapper. Mir scheint so, ich mache mich gleich an die grossen Hürden des erleuchteten Menschen, warum plämperln :-). Ich habe der Seele/mir aber auch gesagt, dass ich keine Dramen möchte. Ich brauche keine Dramas mehr um zu wachsen! Was ich wiederum bemerke, dass die Seele jedoch nicht alles übernimmt, z.B. Kontakte, welche ich abbrechen muss. Grenzen die ich setzen muss und manchmal bin ich dann einfach nur müde vom erkennen und spüren. Ich spüre ganz klar wie sich alles neu zusammensetzt, nach dem ich noch so richtig in den Underground meiner Selbst eintauchen musste oder besser gesagt durfte ;-). Und jetzt sagt mir gerade etwas, dass ich mich erheben soll...

Das Lied von Michael Jackson und free Willy hält mich bei Laune und Zuversicht, den Weg in die Freiheit gehen zu können. Ebenso zeigt es so schön die Symbiose zwischen Mensch und Tier.

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Liebe Jenny,

in deinen Worten steckt so viel Wahres, dass ich dazu etwas sagen will. Zunächst das Mitteilungsbedürfnis selbst. Ja, es ist so, dass ein Mensch in der ersten Zeit nach der Erleuchtung ein sehr großes Mitteilungsbedürfnis hat. Das ist ein göttliches Grundbedürfnis, die Seele kommuniziert immer. Außerdem werden Erleuchtete von niemand mehr verstanden - außer von anderen Erleuchteten. Aus diesen Gründen  habe ich dieses Forum erschaffen, das leider kaum genutzt wird. Es könnte erleuchteten Menschen unendlich viel nutzen. Aber sie sind eben auch Menschen, und als solche handeln sie selten zu ihrem Vorteil. Doch jammern tun sie dann schon. Es ist zum Verzweifeln mit Menschen. Gut, ich selbst habe dieses Mitteilungsbedürfnis schon lange nicht mehr, und wenn, dann unterhalte ich mich mit mir selbst. Nur ab und zu wären ein paar Erleuchtete schon gut. Na ja ...

Die alten Schuhe, genau diesen Ausdruck habe ich auch manchmal verwendet. Sie sind dir zu klein, nicht wahr? Viel zu klein. Gott braucht größere Schuhe. wink

Es stimmt so sehr, die Seele möchte übernehmen - und der Mensch lässt sie oft nicht. Diesen Teil des Lebens nach der Erleuchtung habe ich oft erfahren. Da will der Mensch immer etwas steuern, was er gar nicht steuern kann. Die Seele blockiert immer mehr nicht-göttliche Wege und menschlich begrenzte "Lösungen". Und der Mensch sieht nur immer mehr geht nicht und geht nicht. Kommt dir das bekannt vor? wink Da hilft wirklich nur loslassen und aufgeben. Siehe die Geschichte mit der Wohnung des Freundes. Die göttliche Lösung hast du dir noch nicht erlaubt. Suche sie nicht im Verstand, der kennt sie nicht.

Die Dramen. Hast du noch nicht erkannt, dass du, dein menschlicher Teil, die Drammen krierst? Du kannst nicht Dramafteiheit wählen und gleichzeitig fortfahren, welche zu erschaffen.

Und jetzt sagt mir gerade etwas, dass ich mich erheben soll...

Ja genau! Du sollst dich erheben! Ein wesentlicher Teil des Erhebens ist, eigene und unabhängige Entscheidungen zu treffen. Das beantwortet ein paar Punkte, die du angesprochen hast. yes

Lieber Reiner 

Schön, deine Worte zu lesen.

Ja, die Schuhe sind wirklich viel zu klein geworden. ☺️ Ich musste zuerst mal erlauben mir das ein zu gestehen, weil in der dualen Welt wirkt es schnell als überheblich, dass man den alten Kram einfach satt hat. 😅

Ich habe mich nicht korrekt ausgedrückt, mit Drama meinte ich, dass ich keine Schleuderwaschgänge mehr brauche von meiner Seele um zu verstehen. Ich beteuerte ihr meine Bereitschaft zu zuhören. Bezüglich Drama habe ich auch so leise nebenbei bemerkt, dass ich manchmal noch erzeuge. Kam zum Glück nicht als „Ohrfeige“ hervor.😄 Ich habe aber auch gemerkt, je mehr ich zulasse, dass meine Wunden heilen, je weniger Drama entsteht in mir und je souveräner werde ich. Bin halt wirklich noch ein Schüler des erleuchtet sein, aber ich kriege jetzt richtig Freude an mir und an meinem neuen Sein. 😃 Ich könnte mich den ganzen Tag damit beschäftigen.

Wo ich wirklich noch üben muss ist, wie spreche ich mit Schlafenden, allgemein die ganze Kommunikation mit der dualen Welt. Ich sage mir immer, ich schweige wenn es besser ist zu schweigen und ich spreche, wenn es angebracht ist zu sprechen. Ich empfinde es als unglaubliche Erleichterung mir das Schweigen zu erlauben.

Also ich teile mich aktuell gerade sehr gerne erleuchteten Menschen mit. Letzthin überkam mich sogar ein schönes Gefühl/Impuls, einfach nach Wien los zu brausen und dich zu besuchen. 🙂 Bin halt auch sehr gerne unterwegs seit meiner Erleuchtung. Wenn ich mit meinem Auto durch die Gegend fahre, fühle ich mich so frei und alles was „fremd“ ist reizt mich (Horizonterweiterung).

Heute Morgen bin ich ziemlich durcheinander. Ich habe Pflichten zu erfüllen zu denen ich mich nicht aufraffen kann und ich weiss nicht, ob mein menschliches Selbst den Widerstand leistet oder meine Seele. Wenn ich dann beschliesse eine Entscheidung zu treffen hält mich auch wieder etwas auf. Es wirkt so auf mich, als ob ich gar Nichts tun darf, so quasi nicht mal eine Entscheidung zu treffen, sondern das Alles wirklich Alles in „Gottes Hand“ liegt. Das überfordert mich gerade ziemlich. Was geht da ab? Und dann sagt mir immer etwas ich soll Abschied nehmen, ja wie denn, was denn, einfach innerlich? Weil im Aussen darf ich ja gar nichts tun. 🙈 

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ob mein menschliches Selbst den Widerstand leistet oder meine Seele

Doch, du weißt es. Du hast sicher diesen Blogeintrag gelesen.

nicht mal eine Entscheidung zu treffen

Entscheidungen zu treffen ist eine Kernaufgabe des Menschen. Allerdings ist es oft gat nicht norwendig. ZB wenn du aufgibst.

Ich sage mir oft: "Wenn ich nicht weiß, was ich tun soll, tue ich nichts."

Genau. Ich habe aufgegeben. Ich spüre in subtilsten Dingen, dass meine Seele übernehmen will. Ich gebe mich hin. Wenn ich nur einwenig ins Festhalten komme durch meinen Verstand, spüre ich wieder meine Muskeln, als ob ich Krafttraining machen würde. Und so fangen wir gemeinsam an durch den Tag zu navigieren 🫂, ohne gross über Weiteres nachzudenken. So komme ich von der Sperrung in den Fluss. Es macht richtig Freude 😃. Mit nimm Abschied, war meine alte „Identität“ gemeint, Kontrolle, Gedankenmuster etc. und der Rest findet automatisch statt, ich gehe intuitiv auf Distanz. Ich spüre auch ganz klar, dass ich in meinem Verstand keine Ahnung habe, von dem was mir in Wahrheit wirklich gut tut und deshalb, lasse ich mich einfach gewähren. Ich lasse einfach los ohne über morgen nachzudenken.

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Liebe Jenny,

ich möchte noch etwas zu den Schleuderwaschgängen und zur Kommunikation sagen,

Diese Waschgänge kennt jeder, ich natürlich auch. Vermutlich kenne ich sie mehr als andere, weil ich zumindest von den Menschen auf meiner Website schon am längsten erleuchtet bin. Mit Abstand. Und ich habe – wenig überraschend – festgestellt, dass ich als Mensch diese Schleuderwaschgänge selbst produziere. In der Regel durch mein menschliches Wollen, das eben nicht Wählen ist.Wie du selbst so schön sagst, spürst du, wie die Seele übernehmen will. Das ist nur natürlich, denn ab der Erleuchtung hat der Mensch sich rauszuhalten aus den Dingen des Lebens.

Und genau das tut der Mensch nicht. Er will auf Biegen und Brechen die Steuerung behalten. Die Seele lässt das aber nicht mehr zu. Was dabei herauskommt, ist ein Schleuderwaschgang, in dem das Leben des Menschen so dermaßen durchgerüttelt wird, dass er aufgeben muss. – Das ist die Kurzversion des Schleuderwaschgangs.

Die Kommunikation mit Schlafenden musst du nicht üben. Fast hätte ich gesagt, am besten redest du gar nicht mit ihnen. wink Das geht natürlich oft nicht. Aber insgesamt reduziert sich die Kommunikation mit Schlafenden auf ein Minimum. Dem Smalltalk ähnlich. Und wieder hast du es selbst sehr gut formuliert:

ich schweige wenn es besser ist zu schweigen und ich spreche, wenn es angebracht ist zu sprechen. yes

Die beste Form der Kommunikation entwickelst du dann im Lauf der Zeit ganz automatisch. Also nicht üben bitte.

Ein Besuch von dir in Wien würde mich natürlich freuen, aber du musst wissen, dass ich dir keine Unterkunft anbieten kann.. Da wird dein Wienbesuch relativ teuer.

Liebe Grüße

Reiner

Lieber Reiner, danke für den Hinweis bezüglich Kommunikation 😅. 

Bezüglich Schleuderwaschgänge, weiss ich was du meinst. 😁

Ich habe zwei markante Unterschiede entdeckt, welche auch für dich Daniel hilfreich sein könnten 🤗.

Wenn die Seele etwas möchte, dehnt sie sich in dir massiv aus und drückt so stark, dass du das Gefühl hast, dass du platzt. Das ist so intensiv, dass du gar nicht handeln kannst im Aussen. Das ist auch gut so, weil es geht dann in erster Linie gar nicht um eine Handlung sondern um das erkennen des „seelischen Bedürfnisses“.

Wenn ich als Mensch etwas will, werde ich zum quengelnden Kind, so sinnbildlich gesehen…bis ich aufgebe…😉

Ich Mensch erkannte das „Bedürfnis meiner Seele“ und wollte den Weg vorgeben oder Lösungen dafür suchen, was siehe da, nicht notwendig war 😃.

Eigentlich kannst du der Zuschauer deiner Seele werden. 

Meine Finanzen verbessern sich massiv durch eine Situation, welche noch mit meiner alten Tätigkeit in Verbindung steht aber mir viel mehr Zeit für mein Projekt ermöglicht 😃. Ich soll einfach noch nicht ganz weg von hier…

Aber somit könnte ich mir einen Aufenthalt in Wien leisten. 😉 Es reift…

Step by Step, schneller als einen Schritt vor den anderen kann man gar nicht gehen, sonst fällt man um.

Liebe Grüsse 

Jenny

 

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Liebe Jenny,

das Gefühl, dass ich gleich platzen muss, kenne ich sehr gut, und zwar von der Freude der Seele. Ich habe auch in Verkörperte Erleuchtung darüber geschrieben. Und ich habe erlebt, dass auch andere Erleuchtete es kennen, sie beschreiben es genauso wie ich.

Ich freue mich über deinen finanziellen Glücksfall. smiley Da lösen sich gerade mehrere Dinge, die dich in letzter Zeit belastet haben, auf. (Das wissen die Leser nicht so genau wie ich, weil wir beide ja schon länger in Kontakt stehen.)

Step by Step, schneller als einen Schritt vor den anderen kann man gar nicht gehen, sonst fällt man um

Es kommt auf die Größe der Schritte an. wink

LG, Reiner

Hallo Jenny,

Wie schön das alles zu lesen von euch. Ich freu mich, dass ich hier mal wieder vorbeigeschaut habe und es jemanden gibt, der hier etwas teilt. Ich war auch mal öfter aktiv, aber habe es auch versanden lassen. 

Es bereitet mir richtig freude, das alles von euch zu lesen und es erinnert mich wieder an grundlegende Dinge im erleuchteten Leben. 

Ich habe viel durchgemacht und bin nun an einem Punkt, wo ich mein ganzes altes Leben loslassen muss. Es hindert mich oder eher die Seele, das ganze Leben zu übernehmen. Ich habe immer selbst versucht, Lösungen zu finden, der Verstand macht es immer noch. Doch ich sehe, dass es keine Lösungen sind. Es gibt einen Weg, den ich nicht sehe, keine Bilder passen in das Gefühl, was sich in mir erstreckt, wenn ich es zulasse. Es ist fernab von jedem Menschlichen Sinn, es scheint utopisch und sinnlos für den Menschen, aber ich fühle es immer wieder. Das Vertrauen wächst wieder in mir sich auf das ungewisse einzulassen und die Kontrolle abzugeben.

Auch wenn alle Menschen um mich herum mir einreden wollen, dass ich doch aktiv werden muss. Man kann doch nicht einfach nichts tun und alles kommt zu einem. Aber ich hab gesehen, in welche Situationen ich gerate, wenn ich selbst das Ruder übernehme. Eine Pattsituation nach der anderen. 

Es gab Phasen, wo ich einfacher loslassen konnte, da war es aber nicht so absolut, wie jetzt. Es fühlt sich gerade so an, als ob "die Ausbildung des Lebens" abgeschlossen ist und nun mein neues, echtes Leben dran ist. Mit allem, worauf ich Lust habe und was in mir entfaltet werden möchte. Das ist nicht mehr eine Sache, es ist alles. Also das ganze Leben. 

Und das zu lesen hat in mir wieder das vertrauen ins nichts tun gegeben. Verzweifelt habe ich hier nach einem Ausweg geschaut. Jetzt weiß ich, dass es nichts zu tun gibt. 

Und jedes mal wenn ich nichts tue und loslasse, ist dieser Ort, dieses neue Leben, was ich bin ganz klar und offensichtlich in mir. Es geht nicht an mir vorbei es IST in mir. Es geht immer wieder darum, loszulassen und nichts zu tun. Das ist manchmal schwierig, wenn die äußeren Umstände sich zuspitzen, aber es ist der einzige Weg, um aus dem Alptraum zu entkommen.

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Es gibt einen Weg, den ich nicht sehe

Das glaube ich dir nicht, Paul. Ist es nicht eher so, dass du dich nicht traust, diesen Weg zu gehen, obwohl du ganz genau weißt, was zu tun ist?

Ich kritisiere das nicht, ganz im Gegenteil. Zum Einen ist das, was du gerade tust und wo du gerade stehst, um 180° anders, als alles Bekannte. Das fordert einen Menschn maximal, dagegen ist der Erachensprozess ein Kinderspaziergang.
Zum Anderen entzieht das atändige "ich weiß es nicht" und "ich sehe es nicht" jedes Vetrauen in das eigene Selbst.
Also sag "ich weiß" und "ich sehe!, so kann dein Vertrauen in dich wachsen. Denn das ist die Wahrheit, du weißt und du siehst.

Es gab Phasen, wo ich einfacher loslassen konnte, da war es aber nicht so absolut

Genau das ist der springende Punkt! Jetzt bist du an dem Punkt, wo es absolut sein muss. Denn sonst bist du auf dem Weg in des Teufels Küche. Und dort willst du nicht hin, glaube mir. Ich war nämlich auch schon dort, und das ist so entsetzlich schrecklich, dass jeder sofort davonlaufen würde wenn er könnte. Aber davonlaufen geht ab diesem Punkt nich mehr.

Lieber Paul, ich kenne dich jetzt seit genau sechs Jahren. Solange ich dich kenne, bist du erleuchtet. Ich sehe deinen Weg glasklar vor mir, bzw. die Weggabelung vor dir. Es ist jetzt definitiv Schluss damit, so zu tun, als ob du nicht erleuchtet wärest.

Liebe Grüße

Reiner

Lieber Paul

Auch für mich ist es eine Bereicherung deine Worte zu lesen und es scheint gerade zu meinen heutigen Gefühlen und Gedanken zu passen. Mir hat sich der Schleier im Herbst 2024 gezogen und seit dem habe ich immer wieder mit der vordergründigen Realität oder Dualität mühe…die ganze Zeit habe ich mir heute gesagt, es muss doch noch mehr geben, als das was ich gerade so sehe und erlebe, also ich weiss es ja, nur scheint es manchmal so fern, vor allem dann wenn ich mich mit alltäglichen Dingen beschäftigen soll. Das ist für mich wie ein Stück trockenes Brot ohne Geschmack und Saft. Da komme ich wirklich immer wieder in so melancholische Zustände. Obwohl ich das eigentlich willentlich nicht möchte. 
Ich möchte einfach mehr vom Leben, ich bin nicht zu frieden mit diesem Stück Brot. Darf man das überhaupt sagen? 🙈😄

Was mich auch beschäftigt ist, dass meine Hündin nicht ganz gesund ist. Natürlich versuche ich das Beste, um sie mit idealer Nahrung und Medikamente zu versorgen. Aber mir wurde auch klar, dass ich es nie ganz erfassen kann, was jetzt für ihren Körper gut ist. Ich hoffe immer das richtige zu tun…und manchmal stresst es mich so sehr, dass ich mir sage, ihre Gesundheit liegt nicht in meinen Händen. Ich bin soweit, dass ich in Zukunft gar kein Tier mehr an meiner Seite möchte, weil diese Verantwortung unter Umständen von Krankheit mir to mutch wird. Diese Verantwortung scheint mir manchmal sowieso als eine Illusion und nur von unserem menschlichen Verstand inszeniert.

Also auch da loslassen? 😁

Ich möchte noch ergänzen (zum ersten Abschnitt), dass ich halt wirklich hinter dieser vordergründigen Realität noch eine andere Realität gesehen habe. Ich habe sie gesehen als meine Seele von der anderen Seite zog, ich hatte beide Realitäten vor Augen und konnte mich entscheiden hier zu bleiben oder physisch zu sterben und dies bei vollem Bewusstsein. 3 Monate später habe ich für Weihnachten mit einer Nachbarin Lichterketten aufgehängt und abends Fotos davon gemacht. Anschliessend ging ich mit meiner Hündin spazieren und als ich Richtung Haus zurück kam schien der Mond äusserst schön über mein Zuhause und so machte ich wieder ein Foto und was ich darauf sah nahm mir der Atem. Es war ein grosses weisses Herz über dem Pavillon auf dem Gartensitzplatz zu sehen, darunter stand ein grosses Wesen, ein Gesicht war ganz klar zu erkennen…die Lichterkette mit Batterie war nicht mehr durchgängig sichtbar, also es wurde durch diesen Kopf auf dem Foto unterbrochen. Die neuen Batterien waren komplett entladen. Meine Hündin welche vor mir ging war auch sichtbar auf dem Foto und hatte das selbe Herz am Hinterkopf. Anschliessend konnte ich weitere Phänomene mit blossem Auge sehen. Seit dem habe ich wirklich mühe mich mit der vordergründigen Realität abzugeben/abzufinden. Mir sind jetzt auch die Tränen gekommen während ich das schrieb, weil es in mir einen Schmerz auslöst. Wahrscheinlich weil ich mich an meine nicht physische Existenz erinnern kann und nun hier auf der Erde sitze und mich mit der Begrenztheit eines Menschenlebens herumschlagen darf. Kennt Jemand diesen Schmerz?

Hi Jenny, ich denke du meinst nicht direkt menschliche Begrenztheit, sondern eher begrenzung, die du dir selbst gibst. Das Leben als Mensch ist ja schön. Egal wo du hin läufst das Göttliche folgt auf schritt und tritt. Die Menschliche Erfahrung ist eine Addition zur Göttlichen.

Viele Grüße,

David

Lieber David

Herzlichen Dank für deine Nachricht.
Ja, die gibt es natürlich auch, kenne ich zu gut 😉. Aber das was ich meine ist die Begrenztheit in einem physischen Körper zu sein. Viele Menschen mit Nahtoderfahrungen berichten davon. Ich konnte mich leider noch mit Niemandem austauschen der diese Erfahrung bei vollem Bewusstsein gemacht hat. Manchmal fühlt es sich wie ein spirituelles Trauma an.

Hier auf Erden ist es einfach nicht das Selbe. Aber die Tatsache, dass ich mich erinnere und dass ich diesen Schmerz zugelassen habe macht es schon einbischen einfacher.

Liebe Grüsse 
Jenny

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Ich kenne die Erfahrung der physischen Begrenztheit gut, habe sie oft erlebt. Ich habe auch die Erinnerung an das Nicht-Physische. Und dann fühle ich natürlich die Begrenztheit durch den Körper. Und damit meine ich nicht irgendwelche Wehwehchen oder Schmerzen. Es ist einfach ziemlich eng in so einem Körper.

Aber: Ich sehe genauso den Sinn dieser Existenzform. Nur innerhalb dieses engen Körpers kann ich Erfahrungen machen, die richtig echt sind. Nicht luftige, ahnungslose Spielereien, sondern ganz reale Erfahrungen. Und schließlich ist Erleuchtung, also die ultimative Selbst-Erkenntnis, nur innerhalb dieses engen, begrenzten, menschlichen Körpers möglich, eben weil man sich da so intensiv und unmittelbar selbst erfährt. Das kann die Seele nicht, das kann sie nur innerhalb des menschlichen Körpers.

Was ich nach dieser Erfahrung mache, steht auf einem anderen Blatt. Aber noch habe ich Lust auf diese menschliche Erfahrung. Da gibt es noch etwas zu entdecken und zu erleben für mich.

Danke für deine Worte Reiner. Ich finde du hast es so schön ausgedrückt, es macht so sehr Sinn. Auch David mit deinen letzten Zeilen. Wahrscheinlich befinde ich mich in diesem Übergang von Alt zu Neu und das Neue ist noch nicht richtig da und das alte passt nicht mehr, so ein Luft leerer Raum, der sich wie ein Stück trockenes Brot anfühlt 😄 Und in diesem werde ich mir solchen Dinge bewusst und kann mich erinnern. Gehört wohl auch zu meinem Prozess. 🙂Vielen Dank euch.

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Na, dann sage ich ein paar Worte dazu. Das Neue ist da. Das gilt für dich und viele andere Erleuchtete. Das Problem dabei ist, dass all diese Menschen das Neue nicht annehmen und nicht danach leben. Andererseits ist es bei dir so, dass du liebend gerne nur nach dem Neuen leben würdest, aber ignorierst, dass es das Alte auch gibt, und zwar in überwältigender Mehrheit. Also all die Menschen, für die das Neue schon längst da ist, gilt: Sie müssen das Alte, das überall ist, bewusst wahrnehmen, und für sich selbst bewusst nach dem Neuen leben. Andernfalls begegben sie sich in eine Warteposition, die höchst ungesund ist.

Was du in deinem obigen Beitrag geschrieben hast, klingt so nach dem Konzept "die dunkle Nacht der Seele". Falls das auf dich zutriff, wirf es über Bord. Du bist längst im Neuen.

Stimmt, Warteposition trifft zu, respektive habe ich Angst mein neues Sein durch und durch zu Leben, aber ich mache doch Fortschritte 😉.

Ich spüre jedoch, dass ich mich selbst im Ausdruck unterdrücke, also ich habe Angst meine volle Grösse ein zu nehmen. Vor allem wenn ich merke, dass Menschen in meiner Gegenwart unruhig werden und rot anlaufen, auch Frauen. Dann denke ich, bin ich zu viel, zu klar, zu direkt, zu fordernd, übe ich Druck aus…was an mir versetzt diese Menschen in diesen Zustand?! Ich trage aktuell in mir auch so ne Energie von Bestimmtheit, ich habe Angst zu impulsiv zu sein und drossle mich und dann kommt natürlich wieder diese melancholische Stimmung. 😵‍💫☺️ Ich drossle mich eigentlich ständig!

Und ja, ich versuche das alte zu ignorieren, respektive trag ich Ablehnung in mir. Im direkten Kontakt mit Menschen nicht, aber im Stillen.

Wie sehr ich deine Worte schätze lieber Reiner, alles ist auf den Punkt gebracht. Diese elende Warteposition kannte ich zu gut und ich bin nicht herrausgegangen, auch wenn das neue schon längst da ist. Nun sehe ich wieder, ich hab auch die ganze Zeit gesehen, nur hab ich nicht auf dies vertraut, dass ich sehe, dass ich weiß, was los ist. 

Zu Jenny möchte ich nur sagen, dass es nicht gehen kann, verantwortlich für die emotionen/empfindungen anderer zu sein, aber das weißt du sicherlich. Ich hab lange genug meine Wahrheit unterdrückt, wie Reiner gesagt hat. Aber nun ist endgültig schluss damit, ansonsten wird es ekelhaft und abartig. 

Zu lange dachte ich, mich mit dem kleinen zufrieden zu geben, obwohl es nie wirklich zu mir gepasst hat. Und sich das große, das echte, wirkliche, eigene Leben zu erlauben, so wie du es wirklich willst, hat eine Weile gebraucht.

Bei mir verhält sich das grade in etwa so.

Ich fühle mitten im Gespräch oder in einer Situation, meist mit einem Mitmenschen aber auch alleine, wie etwas in mit platzt und laut wird. Es ist wie ein Druck Gefühl. Ich will dann unbedingt etwas ausdrücken. Dabei ist es nicht immer ein Wort. Es kann auch eine Aktivität sein oder etwas was ich bis dato noch gar nicht so im Kopf geplant habe. Es ist da, weil ich es ausdrücken will. Nun ist in einem Gespräch in dem es meist um etwas geht, wie ein Sachverhalt zu irgend etwas ein Austausch, in dem zum Beispiel Erfahrungswerte ausgetauscht werden. Etwas neues innerhalb des Sprechens zu erzeugen oder auszudrücken ist eine Überwindung. Du weißt ja selbst nicht was kommt. Und daher kommt auch oft Zurückhaltung und Unterdrückung. 

Auch Unsicherheit spielt da mit. Es ist ja neu. Und das ist etwas, was anders ist. Überdenke ich, plane ich, taste ich mich vor ist das auch okay.

Ich bin mir immer sicherer, dass dieser Druck das ist, was ich jetzt grade sagen will. Darauf zu hören ist Menschlich gesehen völlig banal. 

Ich habe damit auch Experimente gemacht. Ich dachte so, das gibt das doch nicht, dass ich im Bett liege und völlig kribbelig bin. Das hat meiner Erfahrung immer zur Folge, dass irgendeine Katastrophe sichtbar wird. Und aber es ist auch schön damit zu spielen. Oder es war schön, oder interessant. Das musste ich auch wissen und kennen lernen.

Generell bin ich immer wissbegieriger. Ich versuche auch unangenehme Situationen zu erleben. Wenn sie sich ergeben. Das geht meist schneller als mir lieb ist. Ich bin vorsichtig. Die Welt mit den Menschen ist real. Obwohl es spielerischer wird. 

Ich erlaube mir immer mehr wenn es zu stark drückt, platzt und sich neu anfühlt, mich selbst aus dem Verkehr zu ziehen, ich drücke es dann für mich selbst aus und erfahre mich dann neu mit mir selbst. Weil für mich die Selbstunterdrückung wirklich nicht mehr geht…es geht gerade viel 🤗 Ich werde durch dies dann souveräner im Umgang mit anderen Menschen.

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Ich stimme dir zu, was die Entscheidungen betrifft. Doch du hast scheinbar noch nicht die Erfahrung gemacht, wie viel Veränderung das Aufgeben bewirkt. Denn durch das Aufgeben legst du alles in deine göttliche Hand, wodurch viel bessere und treffsicherere Ergebnisse entstehen. yes

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Na dann lass es doch, wie es ist.

Es ist nur bei vielen, eigentlich bei den meisten, Menschen so, dass sie an einen Punkt kommen, wo nichts mehr geht. Und dann hilft nur noch aufgeben. Aber wenn du dort nicht bist und deine Entscheidungen Früchte tragen, besteht kein Grund für dich, irgendwas zu ändern.