Erlaube dir, zu fühlen
Wie oft habe ich diesen Satz gelesen, gehört oder ihn mir in Erinnerung gerufen? Sehr oft. Und in der Regel hat er nicht viel für mich bedeutet. Warum?
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Wie oft habe ich diesen Satz gelesen, gehört oder ihn mir in Erinnerung gerufen? Sehr oft. Und in der Regel hat er nicht viel für mich bedeutet. Warum?
Ich habe lange nicht mehr geschrieben. Ich ziehe herum, sammle Erfahrungen, die mir im Moment des Erlebens nicht immer schön vorkommen, die sich aber schon nach kurzer Zeit im Rückblick als sehr schön erweisen, und erlebe nur selten die Ruhe, die nötig ist, um etwas entstehen zu lassen, das ich schreiben möchte. Daran ist auch nichts verkehrt, ich muss nicht dauernd schreiben. Mir fällt aber auf, dass ich es manchmal vermisse.
Heute vor einer Woche, letzten Donnerstag, erhielt ich zwei E-Mails, die sich auf mein Buch bezogen. Ich war überrascht, denn erstens hatte ich nicht damit gerechnet, Reaktionen per Mail zu erhalten (Warum eigentlich nicht?), und zweitens hatte ich nicht so schnell Reaktionen erwartet.
Ich bin gerade dabei, mein Buch zu überarbeiten, damit die ersten Bestellungen auch wirklich am Wochenende ausgeliefert werden können. Und natürlich auch, damit es einfach fertig ist.
In den letzten zwei Juliwochen war ich ausschließlich mit der Auflösung meiner alten Wohnung beschäftigt. Während ich mir am Beginn dieses Prozesses noch Zeit nahm, an meinem Buch zu schreiben, tat ich in diesen zwei Wochen gar nichts mehr. Musste das so sein? Nein, ich glaube nicht. Ich glaube sogar, dass es meinem Leben nicht dienlich war. Aber egal, es war so. Ich tat gar nichts mehr. Ich kümmerte mich nicht um Shaumbra Österreich, schrieb nicht an meinem Buch und machte auch sonst nichts, zB beim SCNE. Ich fühlte mich einfach nicht in der Lage dazu.
Gestern hat mich ein Buch dazu inspiriert, über den Tod nachzudenken. Memento mori, gedenke zu sterben, gedenke, dass du sterblich bist. Am späten Nachmittag dachte ich beim Lesen etwas darüber nach. Am Abend legte ich das Buch zur Seite und dachte weiter, schließlich schrieb ich in mein Tagebuch.
Nachdem Ende Mai die Idee zu meinem Buch Spirituelle Revolution in mir entstanden war und sich das Buch in Windeseile vor mir ausgebreitet hatte, sprach ich mit Adamus. Nicht sofort, erst ein paar Tage später entstand das Bedürfnis, ein paar Worte mit ihm zu wechseln.
Letzte Nacht hatte ich einen, hm, naja, schlimmen aber auch irgendwie schönen Traum. Einen Alptraum mit erfreulichem Aspekt. Obwohl mir der Traum in der Nacht sehr bewusst war, sind mittlerweile viele Details verblasst. Aber das Wesentliche ist da.
Ich kann nicht sagen, wann es begonnen hat, doch irgendwann trat ich meine Reise zu mir selbst an. Was dann folgte, kennt ihr aus eigener Erfahrung bestens. Ich hinterfragte alles, auch das, was ich lange Zeit für fix gegeben gehalten hatte.
Gestern schrieb ich nach über zwei Monaten wieder einmal etwas in mein Tagebuch. Nachdem sich am Donnerstag und Freitag die Themen „Meine Vollkommenheit“ und „Es ist alles egal“ auf wohltuende Weise in mir ausbreiteten, waren am Freitag und Samstag Potentiale und Wahlen in mir präsent. Ich wollte etwas darüber schreiben, wollte durch meinen Selbstausdruck Klarheit für mich gewinnen. Doch, wie so oft beim Schreiben, kam etwas ganz anderes aus meiner Feder, als ich vorhatte. :-) Ich schrieb und schrieb, es sprudelte nur so aus mir heraus, mein Selbst trat hervor. Hier ein Auszug daraus:
Letzte Nacht träumte ich, ich hätte eine andere Mutter bekommen. Es hatte sich herausgestellt, dass ich nicht der Sohn meiner vermeintlich leiblichen Mutter war. Mein Vater hatte mich mit einer anderen Frau gezeugt, die aber aus irgendwelchen Gründen verschwunden war. Die Mutter, die mich großzog, nahm mich als ihren Sohn auf. Meine Eltern verheimlichten mir die ganze Zeit, dass meine Mutter nicht meine Mutter war.
Gestern war ein guter Tag. Ich habe ihn mit zwei Shaumbra-Freundinnen verbracht. Gerlinde hatte wieder einmal in Wien zu tun, also trafen wir uns. Als sie mich mittags anrief, stellte sich heraus, dass sie gerade nur wenige Meter von meiner Wohnung entfernt war, ohne es zu wissen. Also gingen wir gleich in mein Stammcafé und verbrachten den Nachmittag miteinander. Am Abend trafen wir dann Elisabeth und quatschten bis 1h.
In letzter Zeit dachte ich öfter an eine bestimmte Art von Schreibtischsessel. Es sind alte Sessel, wie man sie früher an großen Schreibtischen hatte. Sie haben eine relativ große Sitzfläche, sind aus Holz, in der Regel nicht gepolstert, und ihre Rücken- und Armlehnen gehen ineinander über. Sie bilden zusammen einen bei den Armen verlängerten Halbkreis, wobei der Rückenteil oft geringfügig höher ist als der Armteil. Das macht in Summe dennoch eine relativ niedrige Rückenlehne und relativ hohe Armlehnen. Diese Sessel sind sehr gemütlich.
Ich mache mir Sorgen. Immer wieder. Und viel zu oft. Sorgen über mein Auskommen, meine Zukunft, meine Schöpfungen, die Auswirkungen meiner Handlungen usw. Ich habe Ängste. Immer wieder. Ich liebe mich. Immer wieder.
Gestern sah ich mir den Film „Bobby - Der letzte Tag von Robert F. Kennedy“ an, der am Samstag im Fernsehen lief. Die Machart des Films gefiel mir ausgesprochen gut. Es wurden viele Geschichten von Menschen erzählt, die an diesem Tag irgendwie im Hotel Ambassador zu tun hatten. Auf diese Weise entstand ein guter Eindruck dieser Zeit. Robert Kennedy wurde von keinem Schauspieler dargestellt. Stattdessen wurden Originalaufnahmen des Senators geschickt in den Film integriert.