Das Thema Erwachsensein beschäftigt mich schon seit ein paar Monaten. Das mag seinen Ursprung bei einem Buch von Jed McKenna haben, das ich vor vielen Jahren gelesen habe. Der deutsche Titel ist Spirituelle Dissonanz, der Untertitel Wie Mensch erwachsen wird. Nun, inhaltlich hat meine Vorstellung von Erwachsensein nur am Rande mit dem genannten Buch zu tun, aber die Idee des Erwachsen Werdens bzw. des Erwachsen Seins kommt durchaus von da. (Ich habe dieses Buch 2009 gelesen, das ist also schon ein paar Jahre her,)
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen McKenna und mir ist, dass bei ihm das Erwachsenwerden vor der Erleuchtung bzw. losgelöst davon passiert, bei mir ganz klar nach der Erleuchtung. Es kann nicht anders sein. Aber gut, Jed McKenna ist ja auch nicht erleuchtet, er hat nicht die geringste Ahnung davon, wer er wirklich ist. Er würde das zwar vehement bestreiten, aber es ist so. Bzw. wahrscheinlicher ist es, dass er so eine Bemerkung schlicht ignorieren würde.
Unabhängig davon ist McKennas Bewusstsein weit entwickelt, insofern sind seine Bücher lesenswert. Du musst nur aufpassen und deine sämtlichen Wahrheitsfilter permanent laufen lassen, sonst wird dich dein Verstand im Kreis laufen lassen.
Ich spreche natürlich über spirituelles Erwachsensein, nicht über körperliches. Ich spreche auch nicht über geistiges Erwachsensein, das von Menschen immer mit überlegt sein assoziiert wird. Im Gegensatz zu emotional sein. Weil Menschen nicht wissen, was der Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen ist. Aus spiritueller Sicht sind Menschen Kinder, weit noch nicht fertig entwickelt. Auch erwachende Menschen. Erst nach der Erleuchtung beginnen sie, erwachsen zu werden.
Außerdem gibt es es einen Anlassfall, warum ich jetzt über dieses Thema im Blog schreibe, denn eigentlich ist es zu früh dafür. Der Anlass ist David, der auch unter dem Alias Daniel auf der Website geschrieben hat. Er wollte erwachende Menschen manipulieren und hat den Besuchern, Lesern und Teilnehmern wirklich üble Streiche gespielt. Zum ersten Mal seit 17 Jahren Jahren, da ich eine Website mit Beteiligung des Publikums betreibe, hat sich jemand bösartig verhalten, hat absichtlich und vorsätzlich Menschen getäuscht und hinters Licht geführt. Das ist übelst und hat mich schockiert. Ich habe ernsthaft überlegt, wie ich angesichts so eines invasiven Verhaltens mit meiner Website weitermachen soll. Das ist auch menschlich nicht erwachsen, geschweige denn spirituell.
Ich kenne David schon lange, er treibt sich seit 2017 auf meiner Website herum. Im Lauf der Jahre hat er einige Dienste in Anspruch genommen. Sein Weg war durchaus verwachsen und einigermaßen zickzack. In den letzten ca. drei Jahren war er auf einem guten Weg, nahe der Erleuchtung. So klare Momente hatte er schon 2017.
Davids größtes Problem ist ein mentales Ungleichgewicht. Bei unserem letzten Gespräch irgendwann voriges Jahr bin ich etwas wütend geworden, ohne das Gespräch abzubrechen. Jedenfalls habe ich danach keinen einzigen Kommentar mehr beantwortet, er hat nur Stuss geschrieben. Als Daniel wurde sein Stuss noch größer. Manchmal hat er als David Anzeichen von Größenwahn gezeigt.
Ich schreibe das als Erklärung, nicht als Rechtfertigung. Sein Verhalten in den letzten Wochen ist nicht zu rechtfertigen. Für mich ist David gestorben.
Für mich berührt das alles das Thema Erwachsensein bzw. nicht Erwachsensein. Und ich musste das jetzt ausdrücken.
Damit komme ich zum heutigen Handlungsstrang zurück. In den ersten Jännertagen habe ich begonnen, mir Notizen zum Erwachsensein zu machen. Ich hatte im Kopf, ein neues Kapitel in den Lehren zu schreiben, dort gehört dieses Thema hin. Dann habe ich gestockt, denn da war die Idee, ein Buch daraus zu machen. Wenige Tage später wurde ich wieder von einer Idee für ein Buch unterbrochen. Arbeitstitel: Der Wahnsinn des Erwachens, was wieder wenige Tage später zu Die Hölle des Erwachens wurde. Ich möchte einmal beschreiben, was Erwachen und das Leben nach der Erleuchtung wirklich bedeuten, was da wirklich passiert und wie wenig das mit Blümchen und Rüschen zu tun hat. So ein Buch fehlt bis jetzt, zumindest im deutschsprachigen Raum. Aber auch darüber hinaus. Wer kann schon ein Buch vom Anfang des Erwachensprozesses bis zur verkörperten Erleuchtung schreiben? Über die es ebenfalls kein Buch gab. Ich entdecke einen gewissen Faible für neue Bücher. Das gibt meinen unendlichen Erfahrungen einen neuen Sinn.
Zurück zum Erwachsensein. Was wäre denn der Inhalt der neuen Lehren-Kapitel bzw. des Buches? Zuallererst die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Du bist nämlich verantwortlich dafür, und zwar nur du, und sonst niemand. Keine Zufälle, kein Schicksal, kein Gott, kein Staat und keine anderen Menschen. Und davor scheuen selbst Erleuchtete zurück. Besonders dann, wenn es um Partner oder Ex-Partner geht. Nein, die sind nicht verantwortlich für dein Leben, du bist es, nur du.
Du bist verantwortlich für deine Entscheidungen und deine Wahlen. Für deine Beziehungen innerhalb und außerhalb deiner Familie. Für deine Einstellungen und Haltungen. Ein Mensch, der nicht die volle Verantwortung für sein Leben übernimmt, und nur für sein eigenes Leben, ist ein spirituelles Kind, kein Erwachsener. Ganz einfach.
Ich habe schon während meines Erwachens die volle Verantwortung für mein Leben übernommen. So habe ich gelernt, was das bedeutet, und was es mit sich bringt. Und ich habe es immer wieder vergessen. Wenn ich in sehr schwierigen Situationen war, habe ich mich wieder daran erinnert. Das hat mich immer wieder zur Lösung der schwierigen Situation gebracht. Immer. Es ist ein verdammt gutes Gefühl, mich ausschließlich auf mich selbst zu verlassen und zu erfahren, wie sich dann alles löst. Dann weiß ich wieder, was es bedeutet, Gott zu sein.
Ein spirituell erwachsener Mensch hat keine Ausreden mehr. Welche auch, er hat die Verantwortung für sein Leben übernommen. Worauf sollte er sich also ausreden? Darüber hinaus hat er aufgehört zu wünschen und zu hoffen. Das ist sehr wichtig. Diese elende Hoffnung war notwendig für schlafende Menschen, sonst hätten sie nicht durchgehalten. Aber ab dem Erwachen ist sie mehr und mehr im Weg. Ab der Erleuchtung ist sie zu 100% überflüssig und lästig. Doch aus Inkarnationen langer Gewohnheit hören auch Erleuchtete nicht auf zu hoffen. Nur Erwachsene hoffen nicht mehr.
Erwachsene Menschen können wirklich loslassen. Das ist so wichtig, denn der Verstand haftet sich gleich an alles, was so seinen Weg kreuzt. Aus dem Massenbewusstsein, von anderen Menschen und von Sinneseindrücken. Da musst du immer wieder innehalten und loslassen. Wenn du nicht loslässt, bist du abhängig und unfrei.
Generell gehören alle alten Zugänge und Rezepte ein für allemal in den Müll. Und dieses ewige Warten auf irgendwas und alles gehört auch in den Müll.
Manche Erleuchtete sind fürchterlich naiv. Sie weigern sich, Realitäten der alten Welt anzuerkennen, sie sehen sie einfach nicht. Sie verharren eine Zeit lang in einer Art Blase, innerhalb der für sie alles eitel Wonne ist. Und werden desillusioniert und desillusionierter. Gut, das ist auch eine Art zu lernen und erwachsen zu werden. Ich verstehe das durchaus. Ich denke da an mein erstes göttliches Leben nach der Realisierung meiner Erleuchtung im Jahr 2010. Was war ich naiv! Und der Fall nach ein paar Monaten war hart, sehr hart. Erst eine geraume Zeit nach dieser Erfahrung habe ich begonnen, erwachsen zu werden.
Du siehst also, die allermeisten Menschen sind spirituelle Kinder. Es dauert wirklich einige Zeit, erwachsen zu werden. Und du siehst auch, dass dieser Prozess des Erwachsenwerdens erst nach der Erleuchtung so wirklich passieren und greifen kann. Denn ein Mensch, der noch nicht die Erkenntnis hatte, wer er wirklich ist, kann nicht erwachsen werden.
Erwachsensein bedeutet hingegen nicht, ernst und überlegt zu sein. Es ist eher das genaue Gegenteil der Fall. Ein Erwachsener entdeckt wieder seine Kindlichkeit, er entdeckt seine Freude am Spielen. Das Leben ist ungleich schöner, wenn du wieder gelernt hast, spielerisch mit deinem Leben umzugehen.
Nun, das wäre so die grobe Skizze des Erwachsenseins. Ob sie ein neues Hauptkapitel in den Lehren oder ein Buch wird, weiß ich noch nicht. Ebenso wenig, wann ich damit beginnen werde. Ebenso wenig, wann und wie ich mit dem anderen Buch beginne, das fühlt sich nach einem dickeren Buch an.
Ich werde das alles bald wissen, denn als erwachsener Mensch weiß ich, das zu lange zaudern alles wieder kaputt macht. Und das will ich keinesfalls.
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