Letzten Sonntag habe ich den Blogeintrag über die Leiden der Erleuchteten veröffentlicht. Geschrieben habe ich ihn zwischen vorletztem Donnerstag und letztem Sonntag. Hitzebedingt hat das länger gedauert, ich bin ein bisschen schlapp dieser Tage. Pauls E-Mail, von dem ich erzählt habe, war am Montag zuvor. Damit das alles einen zeitlichen Rahmen hat.
Jener Blogeintrag war wieder einmal ein Katalysator, sehr wesentlich. Ein Katalysator für diesen Blogeintrag. Heute ist Dienstag, mal sehen, wann das hier fertig wird. 😊 Sicher nicht vor Mittwoch oder Donnerstag, vielleicht Freitag, da soll die Hitze zurückgehen, von 40° auf 30°. Also der heutige Blogeintrag hat unmittelbar mit dem vom letzten Sonntag zu tun, er erweitert und vertieft ihn. Es geht wieder um die schon lange Erleuchteten, obwohl der heutige Eintrag auch andere Menschen betrifft.
Also, am Sonntag Nachmittag/Abend habe ich mir gedacht: „Aufgrund dieses Beitrags wird höchstwahrscheinlich jemand etwas bestellen, obwohl ich von den Menschen gesprochen habe, die sich meine Dienste nicht leisten können bzw. wollen. Denn dieser Beitrag ist epochal, der die Leiden der Erleuchteten erstmals anders und neu sieht. Damit habe ich wirklich etwas geleistet.“
Spätestens am Montag Vormittag ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. „Natürlich wird niemand etwas bestellen. Das kann ja nicht sein! Das würde ja bedeuten, dass ich erst etwas leisten muss und eine Bestellung verdienen muss. Und diesen unsinnigen Zusammenhang hatte ich ganz deutlich abgewählt.“
Das würde ja bedeuten, dass ich niemals bedingungslos wertvoll bin und mir was auch immer erst erarbeiten und verdienen muss. Also dümmer geht ja nimmer. Diese Option ist also für immer gesperrt.
Natürlich war das schon einmal anders bei mir, im Grunde hatte ich das Verdienen-Müssen schon vor sehr langer Zeit abgelegt. Dennoch, wenn ich ehrlich bin, hat es im Hintergrund öfter mitgespielt. Und diesmal war es deutlich spürbar für mich. Und es war ganz klar, dass der Leistungsgedanke totaler Blödsinn ist und vieles stoppt.
Es ist auch nicht so, dass ich nicht tun und schreiben dürfte, was immer ich will – wie zB den Blogeintrag über das Leiden der Erleuchteten. Aber ohne Leistungsdruck. Oder anders gesagt, ohne Hintergedanken, ohne Agenda. Beim Schreiben hatte ich auch keine Agenda, die ist mir erst im Nachhinein aufgefallen.
Es handelt sich auch nicht um Leistungsdruck im herkömmlichen Sinn. Da denkt man ja gleich an Druck von außen. Nein, nein, der Druck, von dem ich spreche, kommt ausschließlich von innen. Ich, oder allgemein, die erwachenden und erleuchteten Menschen, machen sich den Druck selbst. Sie müssen ihrem Glauben nach etwas leisten, auch wenn das im Außen niemand von ihnen verlangt. Das weiß ich definitiv, zu viele Klienten bestätigen mir das immer wieder. Nur wenige haben diesen Leistungsdruck nicht.
Das alles führt mich zunächst wieder zum Geld. Ich schreibe in letzter Zeit öfter über Geld, weil es seit geraumer Zeit öfter an mich herangetragen wird, was eben auch mit der Zahl der Menschen zu tun hat, die schon länger erleuchtet sind. Wenn also jemand etwas tut oder tun will, dessen selbst gedachter Erfolg mit der eigenen Leistung verknüpft ist, ist die Sache aus finanzieller Sicht zum Scheitern verurteilt. Wenn du also etwas tust, das deiner Meinung und deinem Gefühl nach mit Leistung zu tun hat anstatt mit Freude am Erschaffen, und du dann noch meinst, diese Leistung würde oder müsste finanziellen Erfolg bringen, wird eben dieser Erfolg ausbleiben, zu 100%.
Ich habe schon etliche erstklassige Webseiten bei meinen Klienten gesehen, die totale Nieten waren, bei denen trotz der guten Qualität niemand etwas gekauft hat. Der Grund dafür liegt genau darin, dass sie alle glauben, etwas leisten zu müssen, dass sie alle einen Zusammenhang zwischen Selbstwert und Leistung herstellen. Ich habe auch wirklich schlechte Webseiten von Klienten gesehen, die von Anfang zumindest passabel gut liefen. Die finanziell schlechten fragen mich immer um Rat, die qualitativ schlechten nie. Aber mein Rat wird nie befolgt, denn ich gebe schon die richtigen Hinweise.
Ausnahmsweise möchte ich einmal mich als Positiv-Beisiel präsentieren. Ich habe von Anfang an ausschließlich auf meine Ideen und meinen Schöpferdrang geachtet. Ich habe nie darauf geschaut, was andere tun oder wie sie es tun. Ich habe nie jemand nach dem Mund geredet und bin ausschließlich bei meiner Wahrheit geblieben. Meine Website war ab der Stunde null ein Riesenerfolg. Über Jahre und Jahrzehnte wurden meine jeweiligen Websites oft ganz oder Teilweise kopiert, ich hingegen habe nie etwas kopiert.
Die Zahl der eindeutigen Besucher pro Tag lag jahrelang bei ca. 30. Ich meine wirkliche Besucher, nicht die serverseitigen Statistiken, die jeder Hoster anbietet und die das zehnfache von den wirklichen Zahlen ausweisen. Davon träumen 95% der Betreiber spiritueller Seiten. Und davon konnte ich lange Zeit leben. Heuer steig diese Zahl um 100% - 200% dauerhaft. Zur Jahresmitte stieg diese Zahl noch einmal um sagenhafte 500%.
Auf der Negativseite habe ich doch immer wieder, aber nicht oft, Beiträge, bei denen ich danach geschielt hatte, dass sie oft gelesen werden. Sie floppten alle, ohne Ausnahme. Du siehst also, jeglicher Leistungsgedanke muss vom Tisch.
Das betrifft aber nicht nur das Geld, ich habe nur mit dem Geld begonnen. Eine andere Sache, die relativ oft vorkommt und in letzter Zeit eben wieder, ist das Finden einer Leidenschaft. Ich war davon glücklicherweise nicht betroffen, denn das Schreiben und Lehren stand immer so eindeutig im Vordergrund, dass sich bei mir die Frage nach der Leidenschaft seit fast 20 Jahren nicht stellte. Ich erinnere mich noch, als ich mir damals selbst die Frage stellte, ohne eine Antwort zu erwarten. Aber die kam, und überraschte mich zutiefst.
Jedenfalls begegnet mir die Suche nach der Leidenschaft immer wieder, oft gepaart mir der Suche nach Geld, fällt mir gerade auf. Jedenfalls geht beides nicht, sobald Leistung ins Spiel kommt. Und mir fallen schon ein paar Leute ein, die jetzt ganz genau wissen, wovon ich schreibe. 😊
Da gibt es das Paar „Ich weiß nicht, was ich tun soll, und ich weiß nicht, wovon ich leben soll.“ Und all zu gerne werden die Antworten in der Leistung gesucht. Das ist fatal. Und es ist alt. Wieder einmal kann der Mensch nicht einfach leben und tun, was ihm gerade Spaß macht, ohne Hintergedanken zu haben, ohne sich selbst Druck auszusetzen. Ja, ich weiß, dieser grundsätzliche Paradigmenwechsel von alt auf neu ist zäh und herausfordernd ohne Ende.
Jetzt ist es doch wieder Sonntag geworden, nicht Freitag, obwohl wie vorhergesagt die Hitze zurückgegangen ist. Aber angenehm ist es halt erst jetzt. Und ich kündige auch gleich an, dass demnächst noch ein Blogeintrag von mir kommen wird, der mir am Freitag eingefallen ist und der irgendwie zu dem ganzen Themenkreis passt.
Kommentare
Es ist wirklich so, dass man…
Es ist wirklich so, dass man denkt, was man stattdessen tun will, wenn man die alte Tätigkeit, welche nicht aus einem selbst entstanden ist abgestreift hat. Der Verstand ist wie ein Spürhund auf der Suche im Innen und Aussen, je mehr er sucht, je weniger zeigt sich und je schlechter fühlt sich der Mensch. Man denkt es kann doch nicht sein, keine Ahnung zu haben, was einem denn Freude bereitet und was man den erschaffen möchte. Mein Problem war, dass ich mir nicht eingestehen konnte, dass bereits die einfachsten Dinge mir Freude bereiten, wie z.B. mit meiner Hündin durch die Gassen und den Wald zu gehen, mir/uns feines Essen zu zubereiten, etwas zu putzen oder im Garten zu klimpern, die Liebe zu teilen…nein, ich wollte den grossen Durchbruch zu meiner Berufung quasi, aber in Wahrheit bin ich gerade sehr glücklich wie es ist…es ist genügend Zeit und Platz da, für die inneren Prozesse und für das Sein gemeinsam oder alleine. Während ich dies jetzt geschrieben habe, wollte ich eigentlich noch das Geldthema erwähnen, welches auf einer sekundären ebene auch mitgespielt HATTE. Ich schreibe „HATTE“ gross, weil ich jetzt bemerke, dass Geld gar nichts mit Leben und Freude zu tun hat und einfach nur ein Utensil ist wie mein Auto, das Bett, die Toilette 😉- diese Dinge machen es mir bequemer, angenehmer und einfacher…Wenn ich ehrlich bin, haben mir diese Dinge ein ganzes Leben lang nie gefehlt, also warum zum Teufel sollte die Seele nun plötzlich auf andere Ideen kommen, dann müsste es ja an mir Mensch liegen. Wie schön dies zu erkennen 😃. Das schafft für mich wirklich wahrhaftiges Vertrauen-in den Fluss des Lebens und dass Dinge ENTSTEHEN DÜRFEN ohne irgendwelches Zutun oder Anstrengung.
Liebe Jenny, Mein Problem…
Liebe Jenny,
Das heißt, das ist nicht mehr dein Problem, und das freut mich. 😄
Mit dem Geld machst du dir allerdings was vor. Narürlich brauchst du Geld, und zwar genug, nicht gerade noch genug. Die Sache mit dem Geld ist eine andere. Es geht darum, nichsts nur wegen dem Geld zu tun, das wäre eine Spirale nach unten. Alles, was du tust, nuss frei und unabhängig sein, nicht nur die Geldangelegenheiten.
LG, Reiner
Genau. Das habe ich zum…
Genau. Das habe ich zum Glück schon nicht als Dualistin getan und doch läuft es ja doch immer in die gleiche Richtung auf dieser Welt, auch bei Erleuchteten…Das Thema Angebot und Nachfrage. Nur tut ein Erleuchteter eben das, was ihm in erster Linie Freude bereitet, weil er Freude am Erschaffen von seinem Eigenen hat-nicht wahr?
Ich fühle im Moment, dass ich einfach leben möchte und um Anderes solle ich mir quasi keine Gedanken machen. Ich merke auch, dass jeder Versuch nach zu denken über Weiteres als einfach zu leben, irgendwie nicht möglich ist. Fühlt sich komisch an für mich als Mensch 🙂. Irgendwie befreiend und zugleich beängstigend…da ich aktuell finanziell nicht auf Rosen gebetet bin.