Forum: Den göttlichen Weg / Psychisch krank

Jetzt ist es so weit, endlich habe ich verstanden, was der göttliche Weg bedeutet und ich bin bereit mich ihm voll ganz zu öffnen, im selben Moment, wirklich im selben Moment gibt mir das Umfeld in dem ich mich aktuell befinde unverblümt zu verstehen, dass ich entweder arbeiten soll oder wenn das nicht geht soll ich mir Hilfe beim Psychiater suchen und mich beim Sozialamt anmelden. Ich bin soooo dankbar, dass ich bereits schon einiges Verstanden habe und meine Seele mich durch diese Konfrontationen leitet. Das Aufbäumen dieser Menschen macht mir deshalb nicht wirklich Eindruck. Es ist jedoch ein komisches Gefühl, vor allem meinen Vater zu sehen, wie er sich quält um seine Tochter zu retten und jeder Versuch meinerseits ihm irgendetwas zu erklären scheitert logischerweise…ich möchte auch gar nicht mehr die Energie aufbringen überhaupt etwas zu erklären, deshalb nehme ich einfach alles zur Kenntnis und fertig. Aber dieser Wirbel der bei diesen Menschen in meinem Umfeld entsteht ist doch beeindruckend. Ich möchte dazu schreiben, dass ich auf Reise gegangen bin, mit der Option nicht mehr zurück zu kehren. Nun kehrte ich zurück, unteranderem weil ich es falsch/nicht göttlich angegangen bin. Trotzdem habe ich mein neues Sein ausserhalb von allem Alten erfahren, das war so schön und lehrreich. 😃 Als ich zurück kam fühlte ich diese allgemeine Verschwörung gegen mich, obwohl ich ja rein rational gesehen nichts Unmenschliches getan habe. Ich war um ehrlich zu sein doch etwas verblüfft darüber, was sich mir da zeigte.

Permalink

Hallo Jenny,

das kommt mir alles sehr bekannt vor. Das Bewusstsein der Menschen ist vergleichbar mit einem Eimer voller Krabben. Wenn einer rausklettern will, wird er von den anderen wieder runter gezogen. Bei mir war es auch so, als ich vor Jahren meinen alten Job gekündigt hatte und mich als Künstlerin selbständig machen wollte. Meine Mutter hat mich so angeschrien vor der Haustüre, dass bestimmt das ganze Dorf es gehört hat. Von meiner restlichen Familie kamen auch so Sprüche wie, das wir die Wirtschaft nicht unterstützen würden, weil wir nicht arbeiten ( mein Freund hatte zu dem Zeitpunkt auch keinen Job) Und ich war davor wegen Depression Monate krank geschrieben. Das war alles kurz nach meiner Erleuchtung. Es hat sich einfach alles verändert und damit bin ich erstmal nicht klar gekommen. Alles was vorher noch Sinn gemacht hat, wurde jetzt sinnlos, alles was einen Menschen ausmacht, das Streben, sich Ziele setzen, Träume und Wünsche sind weggefallen. Ich würde gerne schreiben, dass ich es geschafft hätte, von daheim ausgezogen wäre und jetzt ein göttliches Leben führe, aber ich wohne doch noch daheim und gehe mittlerweile einem sehr einfachen Job nach damit ich wieder unter Leute komme und meine Ruhe habe. Der Job ist mir zugefallen ich habe nicht aktiv danach gesucht. Ich war einfach noch nicht soweit für das volle göttliche leben, das hätte ich noch nicht ausgehalten. Ich war völlig fertig, weil so vieles in meinem Leben kurz hintereinander gehen musste und brauchte einfach Ruhe. Die Leute die immer vom aufwachen reden und ein riesen Geschäft damit betreiben, wenn die alle wüssten was aufwachen wirklich bedeutet und das der Umstieg ins göttliche leben das beängstigendenste überhaupt für einen Menschen ist. Die denken immer alle das ist so toll und Friede Freude Eierkuchen, keine Probleme mehr usw. das ist es definitiv nicht. Man muss wirklich alles Alte loslassen und in den meisten Fällen gehört die Familie auch dazu. Man wird einfach nicht mehr verstanden. Aber das wichtigste ist, tue etwas was dir so richtig Spaß macht ohne Absicht, einfach der Freude und des Erschaffens Willen. Es drängt sich so vieles ins Bewusstsein, was alt ist und nicht mehr passt und warum Menschen dies und jenes tun, dass es manchmal echt kaum auszuhalten ist. Dann ist loslassen angesagt und Akzeptanz, dass die Welt eben momentan so ist wie sie ist.

Ganz liebe Grüße Jennifer 

Liebe Jennifer 

Danke für deine Worte und deine Offenheit.
Ich bin vor 21 Jahren zu Hause ausgezogen, also mit 20. Ich versuchte wie alle anderen Menschen ein geregeltes Leben zu führen, wollte heiraten und Kinder kriegen. Als ich kurz vor dem Heiraten stand, kriegte ich kalte Füsse, weil ich das Gefängnis vor mir sah. Auf dem Arbeitsmarkt habe ich diverses ausprobiert, im sozialen und kaufmännischen Bereich. Ich war immer gut, in dem was ich tat und je „grösser“ ich wurde je mehr Probleme kriegte ich mit meinen Arbeitskollegen. Dies spielte sich auch in meiner Familie ab. Ich hatte auch Situationen schon längst erfasst, während die anderen voll auf die Scheisse zu steuerten. Sie wollten meine Hinweise nicht hören und so durfte ich mit die Suppe auslöffeln. Mein Leben lang hatte ich Schmerzen, sie fingen im Kindergartenalter an und haben den Pick kurz vor meiner Erleuchtung erreicht. Meine Seele hat mich stetig von allem weg geführt, was ich damals nur teilweise bis gar nicht erkannte. Im Jahre 2022 konnte ich in das zweite Haus meiner Eltern einziehen und konnte mich durch das Haus meines Onkels welches in der Nähe ist und das meiner Eltern selbstständig machen, als Vermieterin von Ferienwohnungen-Ich hatte alles selbst gemacht. In dieser Zeit hatte ich den Pick meiner Schmerzen erreicht und erfuhr meine Erleuchtung. Ich habe das ganze noch 16 Monate weitergeführt, jedoch im kleineren Umfang und dann entschied ich mich es komplett zu lassen und auf mich selbst „zu bauen“ ohne genau zu wissen, was ich tun möchte. Dieses Ferienwohnungklimbim ist nicht aus mir entstanden, sondern hat eine familiäre Herkunft, ich hatte nur anfangs Freude daran…ich hatte bemerkt, dass ich nur eine Rolle spiele. Ich wollte nach Italien fahren und dort ein neues Leben beginnen. Ich hatte Absichten, sogar irgendwie klare Vorstellungen. Was ja nicht funktionieren kann.🙈 Und nun bin ich wieder im Haus meiner Eltern in der Einliegerwohnung, jedoch ohne Verpflichtungen. Bis ende Monat kann ich hier kostenlos wohnen. Nachher müsste ich miete bezahlen. Im Moment weiss ich nicht was ich tun soll, ich weiss, das alles Alte nicht mehr zu mir passt und das neue sehe ich noch nicht. Das Einzige was ich kann ist vertrauen und mich Gott/mir selbst überlassen. Durch den Druck meines Umfeldes bemerke ich Gedankenmuster, welche mir im Wege stehen wie Gott zu leben. Ich glaube, die grösste Herausforderung ist unter diesem Druck von Aussen, den eigenen Zustand zu akzeptieren und nicht in alte Wege zurück gehen und vor allem sich selbst keinen Druck zu machen und sich klein machen. Also, entweder Negativspirale oder Vertrauen 😅.

Liebe Grüsse Jenny

 

Permalink

Hast du es schon mit reden und schreiben mit dir, deinem göttlichen selbst versucht? Ich habe öfter die Erfahrung gemacht, dass wenn ich Dinge laut ausspreche oder Sachverhalte aufschreibe, also einfach was mich bewegt, dass dann wirklich Wunder passieren und die Lösung zu mir kommt. Manchmal sofort, manchmal erst Tage später. Vor allem wenn ich eine Wahl getroffen habe, hab ich erlebt, dass innerhalb von Minuten sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen und plötzlich jemand auf mich zukommt. Ja das ist eine Herausforderung, nicht mehr zurück zu fallen in das alte und sich ab und an wieder so richtig bewusst zu machen, wer man eigentlich ist und welche Größe man besitzt. Ich hab mir vor Jahren mal als Hilfe "Bewusstseinsanker" gesetzt. Das war für mich ein Buddha. Nicht wegen dem Buddhismus sondern einfach symbolisch ohne religiöse Hintergründe natürlich. Ich habe einen im Auto, im Wohnzimmer sogar drei und einen im Esszimmer. Einfach um mich immer daran zu erinnern, dass ich auch ein Buddha ein Mensch Gott bin, da mein Verstand die ersten Jahre immer versucht hat mir dieses Erlebnis klein zu reden und als Einbildung abzustempeln. Druck sollten wir überhaupt nicht mehr auf uns ausüben, das würde sehr schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Ganz klar Vertrauen und nichts tun um zu einer Lösung zu kommen. Der Verstand kennt keine Lösungen.

Ich spreche in letzter Zeit viel mit mir, aber erst seit zwei Tagen mache ich mir keinen Druck mehr und weiss, dass meine Entscheidungen für mich richtig waren, ich hatte das erste Mal mich so richtig ernst genommen und auf alles geschissen, wirklich auf alles. Die Natur und die Tiere „sprechen“ mit mir, also ich erhalte Resonanz von aussen auf meine Gedanken, anhand von dem erhalte ich immer wieder den Reminder, wer ich in Wahrheit bin. Das entzückt mich 🥰. Also arbeitet wirklich alles für einem. 

Seit ich jetzt den Druck fallen gelassen habe und mich selbst nicht fertig mache, fühle ich wieder diese Liebe in mir, diese wunderbare Göttliche-ICH, dies zu spüren ist für mich gerade das Schönste und wie sollte ich dieser Reinheit nicht Vertrauen schenken. Ich weiss es, dass ich Vertrauen kann, aber ich hatte einen saublöden Aspekt in mir, welcher sagte: Zuerst Beweise, dann schenke ich dir Vertrauen 🤦‍♀️. Zum Glück habe ich das auch erkannt ✅

Permalink

Dazu möchte ich auch etwas sagen. Zunächst zum Aufwachen. Das Aufwachen ist der Anfang, Phase 1 des Erwachens, also ganz weit vorne. Und dieser Satz

und dass der Umstieg ins göttliche leben das beängstigendenste überhaupt für einen Menschen ist.

ist sowas von wahr und richtig, dass ich ihn hervorheben muss. Und wovon du da schreibst, steht ganz hinten, am Ende. Das hat mit Audwachen gar nichts zu tun.

Dann zur lieben Psychiatrie. Die Liste meimer Klienten, die mit der Psychiatrie in Berührung gekommen sind, mitunter für lange Zeit, ist lang. Viele konnten oder mussten das über sich ergehen lassen. Meine Reparetur-Arbeit war auch nicht ohne.

Das Problem dabei ist immer, dass andere Menschen aus dem akten Bewusstsin, massiv die Finger drin haben. Für euch beide und für viele andere gilt, ihr müsst schnellstens von da weg, wo ihr gerade seid. Von den Menschen, von den Umständen, von allem. Ihr dürft andere nicht in euer heiliges Leben pfuschen lassen.

Ich selbst war vor langer Zeit sehr glücklich, denn ich habe mich von allen getrennt, und das schon lamge vor meinem Erwachen. Das reicht bis tief ins 20. Jahrhundert zurück. Da habe ich mich von der Familie getrennt, dann von meinen "Freunden", und schließlich von meinem Job. Ich habe dabei nie etwas verloren, ich habe immer gewonnen. Ich habe mich quasi lange Zeit auf das Erwachen vorbereitet, indem ich alles beseitigt habe, was störend sein könnte. Nachedem ich meinen letzten Job gekündigt hatte, war ich frei für mein bewusstes Erwachen, das unmittelbar nach Beendigung der Arbeit im September 2006 begonnen hatte.

Und ich bin mir heute noch sehr dankbar dafür, dass ich diese Vorbereitung gemacht hatte. Völlig unbewusst natürlich, ich hatte nur subtil gespürt, dass ich das alles tun nusste.

Und ich freue mich, dass ihr auch das Hilsmittel Reden und schreiben erwähnt habt. Es ist wirklich Gold wert.

Lieber Reiner 

Es tut gut, dass von dir zu lesen. Ich weiss es eigentlich selbst, aber diese Unterstreichung bestärkt das ganze noch mehr. Ich hatte noch einen Knopf in der Leitung, nämlich mit Entscheidungen treffen…Ich bin bis heute zögerlich gewesen, zu entscheiden, dass ich auf keinen Fall hier bleiben und Miete bezahlen möchte…ich habe mich nicht getraut dies als Mensch zu entscheiden, weil ich Angst habe, ich könnte meiner Seele rein pfuschen. Dieses Thema „Entscheidungen treffen“ ist für mich irgendwie nicht so einfach. Ich weiss aber mit Sicherheit, dass ich das hier nicht möchte.

Die Erwachensphase hat mir halt so sehr gezeigt, dass ich wirklich die Finger lassen soll von einem „normalen“ Job. Wie du weisst, hatte ich mich nochmals dazu verleiten lassen, kurz nach meiner Erleuchtung-und es war das reinste Desaster. Ich will mir das wirklich nicht mehr antun auch wenn ich noch nicht sehe, auf was ich wirklich Lust habe.

Liebe Grüsse Jenny

 

Ich kann nur von meinen Erfahrungen reden und die habe gezeigt, dass das alte Umfeld wirklich schädigend ist. Ohne, dass die Familie oder Freunde das bewusst wollen, es ist wie Gift für jeden Erleuchteten, mit den alten Kreisen zu interagieren. Ich war oft bei meinen Eltern, weil ich nicht auf mich vertrauen konnte. Und da musste ich erstmal begreifen, dass ich erst ganz auf mich vertrauen kann, wenn dieser Rettungsanker im Hinterkopf verschwindet. 

Ich dachte auch, ich mach erst mal was normales, dann werde ich wenigstens in Ruhe gelassen. Doch immer wieder hat sich meine Seele durchgesetzt, die mir einfach zu verstehen gab, dass dieser Weg nicht richtig ist. Ich habe zwar einen Job gemacht, aber er war außerhalb meines Kreises, es war sogar ein anderes Land und ich hatte Spaß dran. Das lag mitunter daran, dass ich keinerlei Verbindung zu meinem alten Ich hatte. Es war so ein Zwischending und das war wichtig für die Entwicklung, um überhaupt zu erfahren, wer ich denn wirklich bin, als neues Ich-sein agieren zu können. 

 

Und jedes mal wenn ich wieder zurück kam, habe ich einmal deutlicher gemerkt, wie schadhaft es für mich ist, unter den alten Verbindungen zu bleiben. Freunde verschwanden, die Familie versuchte hartnäckig, mich umzustimmen. Der letzte Versuch war, mich einweisen zu lassen und mich für unmündig zu erklären. Aber sie wollen ja nur das beste für dich. Nein, tun sie nicht. Keiner will, dass du so lebst, wie du bist, sie kommen alle nicht damit klar, dass da jemand anderes steht, sie verstehen es halt nicht. Und das kann dir egal sein, weil du innerlich weißt, dass du nun anders bist. Du bist nicht mehr Tochter oder Sohn von jemandem, du stehst in keiner Schuld, nur weil dich jemand großgezogen hat. Wenn du anfängst, in dich zu vertrauen, fällt dir schnell auf, dass du weder die Familie, noch Verwandte oder alte Freunde brauchst. Manche Freunde von mir, so dachte ich zumindest, wollten sich auch weiterentwickeln und sich mit der Wahrheit beschäftigen, aber als ich ihnen davon erzählte, hörte ich Sachen von ihnen, die mir gezeigt haben, dass meine Zeit gekommen ist, alles und jeden zu verlassen. 

 

Und was kommt ist doch erstmal egal. Man weiß schon, was man will. Innerlich ist immer dieses Gefühl da, welches einen durch das Leben navigiert. Erstmal geht es darum loszulassen von allem alten. Man brauch sich keinen Plan machen, wie es weitergeht. (Das war immer die universelle Frage, wenn ich mal wieder nichts getan hab. Ich hab dann immer gesagt "Keine Ahnung", und bin nicht weiter drauf eingegangen) Man spürt ja, worauf man Lust hat und was man machen möchte, aus der Lust heraus. Das muss man auch nicht bearbeiten, sondern einfach zur Kenntnis nehmen. Aber wie ihr auch schon gesagt habt, jegliche Erklärungsversuche scheitern IMMER. Die Zeit ist vorbei, sich mit diesen Menschen zu beschäftigen, geschweige denn, sie irgendwie im Leben zu behalten. Jeder kann sich selbst vertrauen und loslassen. Auch wenn dieser Weg beängstigend aussieht, so weiß man doch im inneren der Seele, dass man diesen Weg früher oder später gehen wird. Es bleibt dir keine andere Wahl. 

 

Dann steht man zu sich und seiner Wahrheit. Man ist nämlich erleuchtet und keiner kann einem etwas anderes verklickern. Und es ist immer das gleiche, egal was für "Probleme" in deinem Leben mit noch so verschiedenen Verkleidungen auftauchen: Lass los und Vertraue. In dir, nicht im Verstand. Lass wirklich alles los, was du für so wichtig oder unwichtig gehalten hast. In der neuen Welt ist das alles nichtig, es juckt keine Sau. Und jeder der erleuchtet ist, weiß das auch. :D

in dem Sinne

Paul

Permalink

Dieser Thread ist wirklich sehr spannend, und ich kann überwiegend nur zustimmend nicken. Da schreiben drei erleuchtete Menschen (mit mir vier) über die Schwierigkeiten, die man in der verkörperten Erleuchtung in dieser Welt erfährt. Das ist sehr wertvoll! Spirituell erwachsen zu werden ist mitunter nicht leicht.

Ich bitte euch nur um eins: Ihr alle schreibt immer wieder "meine Seele". Lasst das. Ihr habt keine Seele, ich seid eine Seele. Das ist nicht in eurem Bewusstsein drin. In dem Moment, in dem ein Mensch aus echtem Wissen heraus sagt, "ich bin eine Seele, die irdische Erfahrungen macht", ändert das seine Perspektive auf alles, und damit seinen Umgang mit allem.

Total, ich merke gerade, das mit dieser Sichtweise alle Rollen von mir abfallen und die vermeintliche Verpflichtung dahinter. Ich bin keine Tochter, ich bin keine Schwester, ich bin keine (Paten)-Tante, ich bin keine Nichte…Und somit auch keine Hundehalterin 😉. Ich bin einfach die Seele ohne jegliche Rolle (und dessen Verpflichtungen). Das macht frei. 😃

Hallo an alle 😊 ich lese hier mit großem Staunen, was mir auch widerfahren ist. Faszinierend. Ich wurde eingewiesen, neu diagnostiziert (also ein Verdacht wurde auf einen Zettel geschrieben und damit ein Stigma kreiert), zur Therapie geschickt und hab eine Behandlung mit Tabletten erhalten.

Alle, die mich kannten (und das sind max. 4,5 Jahre für jede Person gewesen), hatten Angst vor mir oder um mich. Ich war nie glücklicher. Zuerst erschrocken, ja. Aber nach und nach hat alles Sinn gemacht. Da niemand wusste, dass es mir schon einmal so ging und ich wieder auf den Boden krachte (die Gründe sind mir nun bekannt), geschweige denn, dass ich als Kind schon so lebensfroh war, haben sich alle abgewandt. Mein Partner, mit dem ich vorher über Verlobung sprach, wollte mich nichtmal mehr ansehen. Dass sich meine Sozialphobie verabschiedet hatte, ich so lebensfroh und energiegeladen wie nie war, hat er als deutliches Krankheitszeichen gesehen und meine Erfolge nicht mit mir gefeiert. Ich wurde getröstet, wenn ich geweint habe, aber er hat sich weder für meine Ideen und Gedanken interessiert, noch mir bei Umsetzungen geholfen, egal wie klein oder groß. Ich habe ihn vor einem Monat gehen lassen, obwohl wir noch zusammen wohnen. Aktuell weine ich wieder viel. Ich habe keine Freunde und meinen alten Job gekündigt, weil ich mehr erreichen will - mehr Freude, mehr Sinn. Alles ist in alle Winde verstreut und bald bekomme ich es mit dem AMS zu tun. Ich erhalte täglich Zeichen und lasse mich führen, so gut es geht, habe aber Probleme zu verstehen, wohin ich gehen soll. Loslassen ist wahrhaftig schwer, vor Allem, wenn Mensch ja wohnen und essen muss. Luxus gibt mir nichts, aber ich will nicht mehr in den Überlebensmodus zurück, jetz wo ich weiß, wie sich das anfühlt einfach zufrieden zu sein. Wie macht ihr das? Und weil ich es irgendwo hier gelesen habe; auch ich habe guten Kontakt zur Tierwelt 🥰 ich fühle mich dadurch oft wie eine Disney-Prinzessin. Alles Liebe euch und danke fürs Lesen.

Mir wurde als Kind meine Lebensfrohheit, Neugier und Begeisterung von meinen Eltern und Geschwistern regelrecht systematisch zerstört. Das Kind, der Mensch wurde von ihnen durch Arbeit definiert. Es gab nie etwas anderes als Arbeit, Beruf, Job, Ansehen. Freude, Humor wurden nicht geduldet, Kind sein nicht erlaubt. Leider hatte ich mir eben vorher eine Unternehmerfamilie ausgesucht, was eine extrem schmerzhafte Erfahrung war. Jetzt nicht mehr, denn ich habe mich schon vor langer Zeit von meiner gesamten Familie getrennt.

Tatsächlich befinde ich mich gerade auch, mal wieder, im Überlebensmodus. Durch das Loslassen, ich hatte bei Reiner schon im Blog geschrieben, haben sich erstmal meine körperlichen Schmerzen verabschiedet. Das ist für mich ein enormer Sprung und mit dem Loslassen war mir vorher einfach nicht bewusst. Die Bank hat mir Aufschub gewährt für die Zahlung der Raten für meine Eigentumswohnung. Ich steuere da direkt auf das Ende zu, was mich panisch werden lässt. Ich frage mich, welcher Anteil von mir mich da aus der Wohnung befördert. Es bin ja immer ich die alles erschafft und diese Wohnung will ich gar nicht verlassen, sie ist ruhig und einfach perfekt. Eine bewusste Wahl nach Geld macht in meiner Situation keinen Sinn mehr, sie fühlt sich gerade auch einfach nicht richtig an. Loslassen ist die einzig richtige Lösung. Dennoch frage ich mich, wieso ich es mir so schwer mache mit dem Geld, mein göttlicher Anteil könnte ja zumindest die Energie, also die Raten für die Wohnung, organisieren und bereitstellen. Alles ist gerade sehr herausfordernd, ich berichte wie es ausgegangen ist und ob sich neue Erkenntnisse in mir gezeigt haben 😀

Ich würde gerne noch nachtragen, nachdem ich meinen Beitrag abgeschickt hatte, dass ich im Laufe der Jahre viele kleine und auch große Erkenntnisse hatte. Als erleuchtet würde mich aber (noch) nicht bezeichnen. Ich hoffe, dass damit auch alle einverstanden sind? Eure Beiträge hier von allen, wie auch Reiners gesamte Webseite sind mit so viel Wahrheit und Weisheit versehen, man fühlt das alles echt ist. Das ist mehr als ein Geschenk.

Es gibt im Grunde nichts, was man als Mensch tun kann. Es reicht zu wissen, dass du in Reichtum und Wohlstand leben darfst. Es ist nicht gedacht, dass der Mensch im Mangel lebt, dafür ist das Leben hier auf der Erde viel zu schön. Es ist eher eine Ablenkung, die dich beschäftigt hält. So ging es mir auch. Da war auch ein Glaubenssatz, der meinte, Nur wenn ich im Mangel bin, kann ich lernen, kann ich mich erkennen. Es war also immer Orientierungspunkt in meinem System, der auf 0 steuerte. "Erst dann kann ich wirklich erkennen, wer ich bin". Das muss nicht sein. Bei mir musste es so sein, weil ich daran geglaubt habe. Jetzt habe ich ihn losgelassen und der Rest ergibt sich von selber. Ehrlich gesagt habe ich eine sehr große Wahl getroffen, die mich viel erkennen ließ. Aus menschlicherr Seite stand ich mir selbst im Weg. es fehlte diesbezüglich an Vertrauen, in anderen Bereiche kann ich sehr einfach in meine Göttlichkeit vertrauen, beim Thema Reichtum und Wohlstand schien es schlichtweg unmöglich. Mit Vertrauen ändert sich alles, diesmal ist mir das Vertrauen in seiner pursten Form erschienen. Nur mit Vertrauen kann deine Göttlichkeit für dich sorgen, sogar mehr als genug. Jetzt weiß ich erst, was das Wort wirklich bedeutet. Du gibst dich als Mensch vollkommen hin und greifst nicht ein. du lässt, das ganze Thema fallen. Das habe ich vorher auch gemacht, aber immer nur aus dem Verstandeswissen, weil ich es schon mal erlebt habe. Aber erst als ich wieder in mich gegangen bin, haben sich Sachen gezeigt, die ich lange Zeit nicht gesehen habe. So tief verwurzelt, dass es nur so kommen konnte, wie es eben gekommen ist. 
Jetzt kommt mir direkt die nächste Sache, die mir dazwischen steht. Das erreichen wollen. All diese Sachen, die mir zwischen mir und der gewählten Realität stehen kenne ich bereits und daher habe ich die ganze Zeit mit meinem Verstand versucht, loszulassen und aufzugeben, etc. Es kann aber erst transformiert werden, wenn du es bewusst wahrnimmst, wenn du dich dem hingibst und es auflöst. Es ist sogar viel interessanter, was da alles hoch kommt, es ist gar nicht so furchteinflößend. Ich gebe mir die Zeit, all das zu transformieren, denn auf das WIE habe ich als Mensch sowieso keinen Einfluss. Wenn ich in meiner Göttlichkeit bin, merke ich, wie ich beides bin, Wie ich meine Seele bin und alles was da sonst noch ist. Das ist der gewaltige Unterschied. In der Getrenntheit weiß man zwar, dass man auch Gott ist aber man IST es in dem Moment nicht. Erst, wenn du weißt, dass du wieder beides bist, bist du auch beides. dann bist du wieder verbunden und kannst dir die Welt erschaffen, wie du willst. 
Die Verstandesspiele, die dir sagen du wüsstest ja, wie es geht, bringen nichts, so lange du nicht bewusst fühlst und wahrnimmst, was in dir passiert. es ist wie flach. und flach zieht eben nicht so viel energie an wie vollkommen neu und intergriert :)

Permalink

Dieser Thread wird immer besser! Also sage ich wieder was dazu 😆, will heißen zu den drei neuen Beiträgen vom 1. Oktober. Es geht wirklich ans Eingemachts, auf den Kern der Dinge.

@Fae

Herzlich willkommen auf meiner Seite! Danke, dass auch du dich beteiligst. Ja, es gehört zum Erwachen und der Erleuchtung, dass du alles, und zwar wirklich alles, verlierst. Deshalb ist das Loslassen so wichtig. Du gewinnst dafür auf der anderen Seite eine Menge, nämlich DICH, alles, was DU bist. Das konnte sich der Nur-Mensch gar nicht vorstellen.

Wie machen wir was? Das Zufrieden-Sein, oder wie meinst du das?

@Sonja

Das Stehlen deiner Kindheit tut mir beim Lesen weh. Bravo, dass du es geschafft hast, dich von der Familie zu trennen! Nun ja, das ist ohnehin ein Muss.

Es freut mich wirklich sehr, dass deine Schmerzen durch das Loslassen verschwunden sind. Das habe ich eh schon in deinem Kommentar im Blog geschrieben. (Man sage das einmal einem Arzt! 😀)

und diese Wohnung will ich gar nicht verlassen

Du hältst schon wieder fest. Du weißt, was jetzt zu tun ist.

mein göttlicher Anteil könnte ja zumindest die Energie organisieren und bereitstellen.

Dein göttlicher Anteil bis du. Das will in die Köpfe der Erwachenden nicht hinein.

Zu deiner letzten Frage: Natürlich hattest du tonnenweise Erkenntnisse, und du passt perfekt hierher.

@Paul

und auch @alle anderen: Ja, das Erreichen-Wollen ist pures Gift. Schluss damit!

Und Paul, du scheinst wieder einen Bewusstseinssprung gemacht zu haben seit unserem letzten Kontakt. So fühlt es sich für mich an.

Und noch allgemein;

Ich stelle diesen Thread in die hervorgehobenen Beiträge. Er verdient besondere Beachtung.

Ich fühle nicht nur große Freude, sondern auch Stolz. Ich habe diese Website und dieses Forum kreiert, wo solche qualitativen Highlights möglich sind. Die Welt braucht genau so etwas, keine Blümchen und Rüschen und schöne Versprechen. Aber das weiß ich schon seit fast 17 Jahren. 😁

Ich habe nun neben dem Geldthema auch meine Wohnung losgelassen. Das war ein schmerzhafter Akt, allerdings hat er mir auch viel Klarheit beschert. Ich habe erkannt, dass ich glaube und felsenfest davon überzeugt bin, dass Loslassen und Aufgeben immer zu Verlust und Trennung von Dingen im Äußeren führt. Also wie ein Automatismus. Dies mag vielleicht so sein, womöglich auch nicht, aber primär fällt mir hier dieser Glaubenssatz auf. Auch am heutigen Tag ist er noch sehr präsent, aber ich erkenne den Glaubenssatz einfach an. Dabei lasse ich ja erstmal nur im Inneren los. Was tatsächlich mit meiner Wohnung geschieht wird sich zeigen, ich halte daran jetzt einfach nicht mehr fest.

@ Reiner

Dies hätte mir von Anfang an auffallen müssen, wie ich das Geldthema losgelassen habe und meine Schmerzen weg waren. Also wieso an der Wohnung festhalten ...

@ Paul

Noch kann ich deinen Ausführungen nicht vollständig folgen, erkenne aber in deinem Text dass ich auch viele Verstandsspiele treibe. So treffe ich eine bewusste Wahl meistens mit dem Verstand, was ja nicht funktionieren kann. Ich habe auch eindeutig an meinen Schmerzen gemerkt, was loslassen bewirken kann.

Dies hier ist gerade sehr präsent in mir und "schreit" nach Erkenntnis und Auflösung, wozu ich jetzt eine ausgiebige Runde Radfahren gehe: Wenn ich nun eine bewusste Wahl für eine neue Wohnung im Grünen treffe, steuere ich damit nicht wieder? Oder soll ich loslassen, also wirklich loslassen und nicht um zu bekommen, keine bewusste Wahl treffen, und meine Göttlichkeit wird alles arrangieren? Aber auch diese Fragen fühlen sich gerade schon wieder nach Verstandsspiel an (Bewusste Wahl gegen Loslassen). 

Permalink

Liebe Sonja,

genau das habe ich auch gemacht. auch in dieser Reihenfolge, nur einige Jahre früher. 2006 den Job, 2010 die Wohnung. Ohne Netz und ohne „Sicherheit". Beide Male habe ich nichts verloren und sehr viel gewonnen. 2006 hat nach der Beendigung des Jobs mein bewusstes Erwachen begonnen. 2010 hat das Trennen von meiner schönen Wohnung schon sehr weh getan. Ich bin völlig alleine dagestanden, ohne jeglichen materiellen Besitz, natürlich ohne Geld, ohne Freunde usw. Ein paar Tage lang war ich sogar auf der Straße. Aber ich war schon erleuchtet und hatte schon meine erste Website. Die Besucher haben natürlich hautnah miterlebt, was ich alles gemacht hatte.

Dann habe ich aufgegeben, und binnen weniger Tage habe ich alles bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Darunter ein Häuschen am Land und eine kleine Gemeinschaft von Menschen in der Neuen Energie. Das war fulminant! Ich kenne bis heute niemanden, der so etwas erlebt hat. Das ist echtes Leben. Alles ist leicht und passiert praktisch von selbst.

Also, wenn du im Modus des Loslassens bleibst, warten großartige Zeiten auf dich.

Lieber Reiner,

Also, wenn du im Modus des Loslassens bleibst, warten großartige Zeiten auf dich.

Genau in diesem Modus bleibe ich jetzt und das fühlt sich einfach richtig und großartig an. 

Mir ist auch noch klar geworden, dass ich mit der bewussten Wahl tatsächlich wieder steuern wollte, was ja nicht der Sinn einer bewussten Wahl ist. Da hat mit der Verstand (oder ein Aspekt?) übel mitgespielt, der meinte wenn ich dann am Ende wohnungslos bin, hätte ich doch vorher lieber eine bewusste Wahl getroffen, dann wäre das ja alles nie passiert. Eine Art "Ich muss immer alles richtig und korrekt machen" Aspekt.

Mit 23 Jahren war ich auch ohne Wohnung und ohne Geld. Ich hatte nur eine Tasche mit meiner Kleidung und musste für ein paar Tage in meinem Auto schlafen, nur das war mir geblieben. Rückblickend war das gar keine so schlimme Erfahrung wie man immer meint. Ich hatte mich damals in diesem Jahr unglaublich lebendig gefühlt. Nur wusste ich damals überhaupt nichts von Erwachen, Erleuchtung und schon gar nicht von Loslassen und so hatte ich mich eigenständig wieder da rausgekämpft. Obwohl ein Kampf oder Rauskämpfen war es tatsächlich nicht, eher ein selbstständig um alles kümmern. Ab da an bin ich mit einer Gleichgültigkeit und mir egal Einstellung durch die Welt gegangen und mir fiel immer alles einfach zu. Wenn ich darüber nachdenke eigentlich alles bis auf Geld, das war immer fürchterlich knapp. So wie eben jetzt auch, meine Reserven schmelzen dahin, die überstehen den Hitzesommer dieses Jahr auch nicht 😀

Ja das loslassen ist eine Kunst für sich. Mein Verstand ist so ausgeklügelt, dass er hinter dem loslassen schon wieder etwas erreichen will. Das hängt mit Erfahrungen zusammen in denen ich losgelassen habe und alles zu mir gekommen ist. Es gibt nur vollständiges loslassen von allen Verstandesspielen.

Was ich gerade bemerke ist, dass das wahre Leben die ganze Zeit vor mir ist. Ich habe mir auch immer ausgemalt, "wenn ich eine eigene Wohnung habe, dann mache ich alles bewusst". Genau da ist der Fehler. Der Verstand steuert auf etwas hin und denkt, da wird es richtig sein. Dabei habe ich die ganze Zeit nicht gelebt. Die einfachsten Dinge waren zu viel und ich bin vor dem Leben weggerannt. Jetzt mache ich alles bewusst. Jeden Schritt, Kaffee kochen, Rasen mähen, eine rauchen, atmen, leute beobachten. Ich hatte immer Angst vor der Basis weil ich immer das große göttliche wollte. Damit ist Schluss. Ich komme gar nicht mehr dazu, mir Sachen auszumalen, wie etwas sein wird, weil ich im Moment lebe. Die Kabeltrommel aufzurollen war besonders erlebnisreich. Ich habe angefangen zu spielen, auf meine Art und Weise. Und je länger ich mich mit den Sachen beschäftige, die gerade präsent vor meiner Nase sind, desto weniger habe ich das Bedürfnis, mir auszumalen, was als nächstes passiert, wie es weiter geht etc. All das ist alles unwichtig, wenn du in dem Moment lebst. 

Durch diesen bewussten Ausdruck erfahre ich mich komplett neu, in jeder Kleinigkeit ist wahnsinnige Größe, die mich anfangs überfordert hat. Doch ich lerne mich dadurch selbst viel besser kennen. Und das ist es, worum es auf der Erde geht. Sich selbst besser kennenlernen. Das macht riesen spaß. 

Diese ganzen Sachen, was du tun willst, wie es weiter geht, was andere über dich denken, wovon du leben sollst, ob du verstanden wirst, kannst du getrost von der Brücke werfen, das hat einfach keinen Platz in deinem wahren Ich. Du wirst das alles wissen, wenn es an der Zeit ist und ohne das du etwas dafür tust.

Hat jetzt gerade nichts mit dem Austausch zu tun, ich wollte es dennoch kurz loswerden 😀

Jeden Morgen lese ich diesen Austausch und verstehe stets mehr, auch lese ich immer ein paar Beiträge hier auf der Webseite, insbesondere in den Lehren. Durch das Lesen (und bestimmt auch durch das Loslassen) spült es Unmengen von Glaubenssätzen, -systemen, Annahmen, Vermutungen und vieles mehr nach oben an die Oberfläche. Ich komme kaum noch hinterher. 😀 Aber so kann ich natürlich zügig alles anerkennen und loslassen. Das ist pure Magie die Reiner hier erschaffen hat! Grazie mille Reiner

Die letzten Tage habe ich mich pudelwohl gefühlt, einfach rund herum pudelwohl. Heute könnte ich mich auskotzen, denn mir geht es furchtbar schlecht und mich kotzt einfach alles nur noch an. Mein iPhone ist nun auch Schrott, Geld für ein neues habe ich keins. Also bin ich unerreichbar, Online-Banking gerade unmöglich, aber was solls, da liegt eh kaum noch Geld drauf. Mein Laptop ist auch uralt, meine Kleidung uralt ... ich könnte ins kleinste Detail gehen, aber am liebsten würde ich nur noch schreien. Und der ganze Ärger nur wegen dem verdammten Geld. Das kann doch alles nicht normal und natürlich sein. Ich habe mich wirklich schon lange mehr als genug durchleuchtet, jede Ecke und Winkel und finde, sehe einfach ... nichts.

Wieso füge ich mir solches Leid zu? Wahrscheinlich ist es weniger Leid ich spiele nach den Regeln des Massenbewusstseins und suche mir wieder einen Job. Die Seele kümmert sich ja gerade so mal gar nicht um irgendwelche Dinge. Wieso fiel mir früher alles zu und jetzt, das ganze Jahr über schon nur Stillstand. Sorry fürs Auskotzen, aber das musste raus irgendwie. Wenn es unpassend hier im Forum ist, dann mir gerne auch offen sagen.

Nach dem Absenden des Beitrags kamen mir sofort die Hilfsmittel in den Sinn und so war ich jetzt ausgiebig spazieren und war komplett ehrlich zu mir selbst. Jetzt erscheint mir mein Beitrag ziemlich doof. Ich spürte Machtlosigkeit und unglaublichen Hass während meines Spaziergangs. Ich habe alles zugelassen ohne Wertung. Dies wollte ich noch nachtragen.

Liebe Sonja

Ohne gross ins Detail zu gehen, spüre ich bei deinen Texten eine Art von Opferhaltung und sehe einen aktiven Verstand, die Seele scheint keinen Platz zu haben sich in dir breit zu machen und zu wirken.

Ich habe erst seit kurzem bemerkt, dass nichts mehr über den Verstand läuft. Ich war im Modus über den Verstand zur Seele, das kann nicht funktionieren 🙈. Nein, es ist genau andersrum. Ich hatte unglaublichen Selbsthass-na logisch wenn ich mit meinem Verstand das göttliche Leben leben möchte und ständig auf mich einwirke. Ich wollte mich auch über den Verstand von allem trennen, dass kann nur weh tun. Alles geht über das Gefühl, im richtigen Tempo zur rechten Zeit. Dann kannst du nicht falsch gehen. ❤️

Alles Liebe,

Jenny

Liebe Jenny,

vielen Dank für deine Worte. Genau in dem Moment wo ich einen Nachtrag nach meinem Spaziergang verfasst habe, hast Du geschrieben und alles bestätigt was ich während des Spazierens so deutlich gefühlt habe: Opferhaltung, Machtlosigkeit, Hass. Und alles fast noch in meinen eigenen Worten. Was für eine unglaubliche Synchronizität 😀 

Liebe Grüße,

Sonja

Permalink

Liebe Sonja.

das kenne ich alles bis ins kleinste Detail aus eigener Erfahrung.

Mag sein. dass hier Opferhaltung auch eine Rolle spielt, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum. dass die Seele mit strenger Hand die Führung übernimmt. Dabei duldet sie keinerlei alten Schwachsinn. Deshalb wirst du auch keinen Job finden, so sehr du dich auch bemähst. Dieses Frusterlebnis kannst du dir sparen.

Die Seele kümmert sich ja gerade so mal gar nicht um irgendwelche Dinge.

Ganz im Gegenteil. Wie ich schon sagte, führt sie dich mit strenger Hand auf den richtigen Weg. Dein Part ist es nicht, nach Lösungen zu suchen. Dein Part ist es, loszulassen, aufzugeben und schlicht und einfach die Erfahrung zu zu machen. Du hast den Eindruck, dass sich die Seele nicht kümmert, aber du lässt sie nicht. Du willst selbst menschlich steuern, und das geht nicht mehr.

Wieso fiel mir früher alles zu und jetzt, das ganze Jahr über schon nur Stillstand

Weil du früher nach einem alten Bewusstsein gelebt hast und jetzt nach einem neuen. Die beiden sind so ziemlich genau das das Gegenteil voneinander. Im Neuen Bewusstsein hast du gar nichts zu tun. Nichts. Doch der Mensch will immer tun, nicht wahr? Das darf er eben nicht im Neuen Bewusstsein, sonst stehst du.

Hör auf, dich zu durchleuchten. Hör mit allem einfach auf. So gibst du der Seele freie Hand.

PS: Es ist gut, dass du dich der Hilfsmittel bedienst. Sie helfen dir immer weiter, wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst.

LG, Reiner

Lieber Reiner,

die Hilfsmittel helfen wirklich immer und jedes mal. Ich gehe nun jeden Tag spazieren, atme viel und habe mir sogar ein kleines Notizbuch gekauft um das Gefühlte und Erlebte festzuhalten. Ich fühle mich die Tage ja hin- und hergeschleudert, gute klare Momente aber auch ziemlich miserable Momente. Der gestrige Tage begann zum Beispiel mit einem leuchtenden Verlangen nach gewissen Erlebnissen und Dingen und endete dann in dem was Du wahrscheinlich als Sterben bei lebendigem Leib bezeichnen würdest. Für mich was es die bisher extremste Erfahrung. Am Anfang habe ich mich dagegen gewehrt, schnell gemerkt was ich da tue und dann alles zugelassen und aufgegeben. Am Ende sogar zugelassen dass ich physisch sterben könnte und das war okay für mich. Dieser Sterbeprozess ging bis in die Nacht, aber danach gab es in mir keine Hoffnung mehr. Hoffnung war einfach verschwunden aus meinem Wesen. Auch heute Morgen gibt es in mir  keine Hoffnung.  Das ist beängstigend und befreiend zugleich. Mit Sicherheit wird der nächste Sterbeprozess kommen, zugegeben war es die Hölle, aber wenn man sieht was danach kommt und wofür man belohnt wird, ist es dann doch nicht ganz so schlimm 😀 (Aber kann man danach ja immer sagen ... 😀) Also immer weiter ausmisten und weg mit dem alten Schwachsinn ...

Ich erzähle hier wahrscheinlich niemandem etwas neues, aber es tut mir einfach gut mich auszudrücken. Und ein bisschen Stolz bin ich auch, denn obwohl ich weitgehend verschont geblieben bin von esoterischen und spirituellen Einflüssen, zeigt es mir dass sie alle keine Ahnung davon haben. Oder zumindest nur sehr wenige und zwar die, die durch einen solchen Prozess gegangen sind. 

Liebe Grüße,

Sonja

Permalink

Lieber Sonja,

mit spazieren, atmen und reden und schreiben hat mein Erwachen vor über 20 Jahren begonnen, und dann ging es rasant. 😄 Habe zig Notizhefte ausgeschrieben.

Am Anfang habe ich mich dagegen gewehrt, schnell gemerkt was ich da tue und dann alles zugelassen und aufgegeben. 

Damit hast du golgrichtig gehandelt.

keine Hoffnung.  Das ist beängstigend und befreiend zugleich.

Ja. Sei froh, dass du die blöde Hoffnung los bist. Ich sehe darin nur den befreienden Teil.

LG, Reiner

Ja. Sei froh, dass du die blöde Hoffnung los bist. Ich sehe darin nur den befreienden Teil.

Und Vetrauen gewonnen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so ein tiefes Vertrauen und eine tiefe Vertrautheit gespürt habe. Richtig gefühltes Vertrauen in mich und meine Göttlichkeit. Das war überwältigend, so etwas habe ich noch nie zuvor gefühlt. Der Auslöser dafür war gestern ein eher banaler Gedanke: Ich werde mich doch nicht selbst auf die Straße setzen.

Es hat mir auch gezeigt wie mental ich mein ganzes Leben gelebt habe, immer mit dem Verstand. Heute ist das Gefühl nicht mehr ganz so präsent, aber gestern konnte ich damit kaum umgehen und das einordnen, als würde ich in einem heißen Bad namens Vertrauen liegen oder eher schweben. 

Liebe Grüße

Sonja

Permalink

Das ist ja großartig! 🙏

Ich werde mich doch nicht selbst auf die Straße setzen.

Ich habe das gemacht. Naja, ich habe mir in meiner Kompromisslosigkeit nicht anders zu helfen gewusst.

Kommentieren

Eingeschränktes HTML

  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Erlaubte HTML-Tags: <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2> <h3> <p> <br>
Hier kannst du ein Video von YouTube einfügen. Einfach die URL von YT kopieren und hier einfügen.